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Holsteinischer Courier

19. November 2017 | 02:29 Uhr

Nortex-Ausbau : Jetzt entscheidet der Ausschuss

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Sortiment soll nach langem Streit um Schuhe, Drogerieartikel sowie Lederwaren ausgedehnt werden / Geschäftsführung ist zurückhaltend

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Nach jahrelangen Diskussionen wird es ernst: Der Planungs- und Umweltausschuss entscheidet am Donnerstag, 1. Juni, in seiner Sitzung im Neuen Rathaus (Zimmer 2.5/2.6) über die dritte Änderung und Ergänzung des Bebauungsplanes Nr. 123 am Grünen Weg. Dabei geht es um die umstrittene Sortimentserweiterung von Nortex in den Bereichen Schuhe sowie Drogerie und Parfümerie. Im 80. Jahr des Modecenters könnte damit ein Durchbruch erreicht werden.

Bereits 2011 wurde die bauaufsichtliche Genehmigung für die Vergrößerung des Unternehmens in Wittorf mit dem angrenzenden Lebensmittelmarkt von derzeit etwa 9700 auf gut 14  700 Quadratmeter Verkaufsfläche erteilt. 2014 beschloss die Ratsversammlung im Zusammenhang mit der Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes, Nortex weitere Entwicklungsspielräume an seinem Sonderstandort einzuräumen. Hierauf aufbauend folgten 2014 und 2015 Beschlüsse zur Änderung des Bebauungsplanes – jeweils begleitet von teils scharfen Diskussionen. Auch Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras äußerte zwischenzeitlich starke Bedenken. Gutachten wurden erstellt (der Courier berichtete).

Mit dem jetzt anstehenden Beschluss soll „eine Flexibilisierung der Sortimentsstruktur bzw. eine Sortimentsanpassung planungsrechtlich ermöglicht werden, um hierüber eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung für Nortex zu gewährleisten“, heißt es in der Begründung zur Änderung des Bebauungsplanes. Durch die Planung solle die Stellung Neumünsters als „Schwerpunktstandort für Textil-Facheinzelhandel“ gestärkt und ausgebaut werden.

Konkret geplant ist, das Schuhsortiment um Über- und Untergrößen von derzeit 800 auf 1600 Quadratmeter zu erweitern. Daneben sollen künftig Lederwaren, Taschen, Koffer und Schirme auf maximal 800 Quadratmetern verkauft werden. Für Parfümerieartikel sollen 100 Quadratmeter und für sogenannte Rand- und Nebensortimente im Bereich Drogerie bis zu 300 Quadratmeter erlaubt sein. Und: Das städtebauliche Konzept könnte auf ein erweitertes Betriebsgrundstück ausgedehnt werden, um Nortex einen Anbau zu ermöglichen.

„Wir hoffen auf eine positive Entscheidung, sind aber schon einige Male enttäuscht worden. Daher halten wir uns mit einem Kommentar zurück“, erklärte Nortex-Geschäftsführerin Ingrid Först auf Nachfrage.

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