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Frühlingserwachen : Jetzt den Plan für den Sommer machen

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünsteraner Gärtner geben Tipps: Was ist zu tun im Garten? /

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2016 | 06:00 Uhr

Neumünster | Die Sonne steigt höher, und Gartenmenschen juckt es mächtig in den Fingern, ihr grünes Refugium zu stürmen und es schön zu machen, zu buddeln, jäten, säen und pflanzen. Was für Arbeiten können jetzt erledigt werden? Welche Blumen dürfen schon in den Boden? Welche Trends gibt es?  Der Courier hörte sich bei Gärtnern in der Stadt um.

Eines sagen alle unisono: Finger weg vom Sommerblumen-Sortiment, auch wenn sie schon angeboten werden – oder sie noch im Wintergarten bunkern. „Vor Mitte Mai, den Eisheiligen, sollten keine frostempfindlichen Blumen gesetzt werden“, sagt Jan Paulwitz vom Pflanzenhof Paulwitz. Und: Vor dem Tun  nachdenken. „Wenn mir im Sommer was blühen soll, muss ich einen Plan haben – an welchen Standort passt was? Rosen brauchen Sonne und alkalischen Boden, Rhododendron den Halbschatten und sauren Boden. Auch ein wildromantischer Garten braucht ein System, damit zu jeder Jahreszeit was zu sehen ist“, so Paulwitz. Jetzt ist Vorbereitungszeit – loslegen, aber mit Maß: „In diesem Jahr ist das alles ein bisschen zögerlich. Eigentlich denkt man, das Gartenjahr ist schon fortgeschritten, aber wir haben April“, sagt Gärtnermeister Peter Schneede vom Gartenzentrum Schneede.  In den Boden dürfen Frühlingsblüher. „Im Frühjahr schreit alles nach Farbe“, sagt Gärtnermeister Sven Stüber von Blumen Stüber. Die schöne Schar steht parat: lila Kugelprimeln, rote Bellis, Blaukissen, bunte Ranunkeln, lila Vergissmeinnicht, Tausendschönchen oder Gemswurz. 

Aber erstmal  aufräumen: „Jetzt kann man alles schick machen, den Rasen vertikutieren, die Beete durchlockern, Sträucher schneiden“, sagt Stüber.  Und die richtige Nahrung geben:  „Wenn man jetzt  einen organisch-mineralischen Langzeitdünger gibt, hat man  Ruhe bis zum Herbst.“ Ist der Boden analysiert und gefüttert,  kann man  Gehölze und Stauden  setzen, ebenso Zwiebeln.

 Jeder Gärtner  hat seine Lieblinge: „Kleine Formgehölze als Kugel, Kegel oder Bonsai passen auch auf die Terrasse oder in einen kleinen Garten“, sagt Schneede. Er hat beobachtet:  „Die Menschen wollen sich immer mehr  selbst versorgen –  bei Obst, Gemüse und  Kräutern. Sie möchten etwas Frisches, Naturbelassenes  für den Hausgebrauch.“ Das geht bei wenig Platz mit senkrechten Spalieren. 

Die Lieblinge von Jan Paulwitz haben  viele Blüten und kräftige Farben: Kamelien: „Die stehen jetzt in voller Blüte und vertragen Kälte.“ Später sind die Spezialitäten des Pflanzenhofs, winterharte Bauernhortensien, an der Reihe, die vorgezogen im Gewächshaus  warten. Sven Stüber setzt besondere Akzente mit einem Amberbaum in  Kugelform, der als Solitär  kleine Gärten schmückt, oder einer japanische Zierkirsche auf Stämmchen. Bei den Stauden empfiehlt er Besonderes wie die Schachbrettblume oder den Hundszahn mit seinen  bizarren Blüten.

Und was tun, wenn es aprilmäßig schüttet? Schneede schmunzelt: „Echte Gärtner sind geländegängig und wetterfest. Hobbygärtner auch?“

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