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Traditionsunternehmen : Jensen expandiert – in Ostdeutschland

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kai Jensen übernahm drei Elektronikfachmärkte in Wismar, Neubrandenburg und Greifswald. Fehlende Entwicklungsmöglichkeiten in Neumünster

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2013 | 12:15 Uhr

Unternehmer Kai Jensen expandiert – aber nicht an der Rügenstraße in Neumünster, sondern in Mecklenburg-Vorpommern. Der 45-Jährige übernahm jetzt drei Expert-Elektronikfachmärkte in Wismar, Greifswald und Neubrandenburg.

Damit betreibt Jensen inzwischen fünf Expert-Märkte – neben den drei Neuerwerbungen einen in Neustadt (seit 2012) und das Stammgeschäft in Neumünster, das im Oktober sein 60-jähriges Bestehen feierte. Mit den Zukäufen verdoppelte Jensen seine Mitarbeiterzahl glatt auf jetzt 120.

Die drei neuen Fachmärkte haben Verkaufsflächen zwischen 1100 und 1400 Quadratmetern. Die Entscheidung zu expandieren und weitere Standorte zu betreiben, reifte bei Kai Jensen schon länger. Dann ergab sich die Gelegenheit: Der bisherige Eigentümer wollte sein Geschäft aus gesundheitlichen Gründen nicht weiterführen, und Jensen griff zu.

Jensen firmiert erst seit dem Frühjahr 2012 unter dem neuen Namen Expert. Der Übergang von Mega Company zu Expert wurde nach vierjährigen Verhandlungen vollzogen. „Expert ist meiner Auffassung nach die stärkste Einkaufsgemeinschaft der Branche und wird 2014 erstmals Platzhirsch vor Media Markt und Saturn“, sagte Kai Jensen zum Courier. Es gebe dann etwa 240 Expert-Fachmärkte. Nachdem die Rewe-Gruppe ihre Pro-Märkte aufgegeben habe, seien 18 weitere Märkte dazu gekommen.

Als Argumente für den eigenen Wachstumskurs nannte Kai Jensen „Synergien auf der Einkaufsseite und bei der Verwaltung. Die Expansion ist aber auch getrieben durch die fehlende Entwicklungsmöglichkeit in Neumünster“. Der Standort an der Rügenstraße 10 sei kein „Frequenz-Standort. Wir leben von den Stammkunden“, sagte Jensen. Er sucht deshalb schon seit Jahren nach einem neuen Standort in der Stadt. So kaufte er auf Empfehlung der Stadt zwei Grundstücke, zuerst beim Gelände des ehemaligen Teppichwerks an der Altonaer Straße, dann am Grünen Weg das frühere Lekkerland-Grundstück. An beiden Standorten gab es dann aber keine Genehmigung für einen Elektronik-Fachmarkt. Das Einzelhandels- und Zentren-Konzept machte einen Strich durch die Rechnung. „Erst kam das Designer-Outlet-Center und dann das Einkaufszentrum in der Innenstadt dazwischen“, sagte Jensen.

Der Handel erfahre im Moment auch in Neumünster gravierende Veränderungen. „Die Stadt möchte eine lebendige Innenstadt, hat aber gerade ihre Seele verkauft“, sagte Jensen und meint die Genehmigung für das ECE-Center. „Der inhabergeführte Handel ist leider überall auf dem Rückzug“, so Jensen. Deshalb habe er sich auch gefreut zu hören, dass Wigger in Neumünster Max Bahr übernimmt.

 

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