Boostedt : Jens-Peter Bey wieder erfolgreich als Plattdeutsch-Autor

Jens-Peter Bey
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Jens-Peter Bey

Mit „De Poppenmakersche un ehr lütten Lüüd“ kam er auf den fünften Platz.

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20. Juni 2014, 12:00 Uhr

Boostedt | Unter den 1200 eingesandten Geschichten zum Thema „Spelen“ des NDR-Plattdeutsch-Wettbewerbs „Vertell doch mal“ erreichte der Boostedter Jens-Peter Bey den fünften Platz.
Bei der Siegerehrung im Hamburger Ohnsorg-Theater bescheinigte ihm die Jury für seine Geschichte über den tragischen Lebensweg der Jüdin Magda Watts „De Poppenmakersche un ehr lütten Lüüd“ ein gelungenes Lehrstück zu einem der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte.

Der 67-jährige Bey hat bei diesem Autorenwettstreit nicht zum ersten Mal einen Preis gewonnen. Bereits im Jahr 2009 gehörte der ehemalige Studienleiter in der Lehrerausbildung auf dem vierten Platz zu den Preisträgern.

„Das ist schon ein Ereignis, wenn – wie bei mir – Uta Stammer aus dem Ensemble des Ohnsorg-Theaters die eigene Geschichte vorliest. Die Professionalität gibt hier dem Text noch einmal eine ganz andere Intensität“, erzählt er begeistert.

Die Idee, in plattdeutscher Sprache zu schreiben, kam Bey nach der Berufszeit. „Wir sind als Kinder und Jugendliche ja praktisch zweisprachig aufgewachsen, und das Plattdeutsche liegt mir einfach am Herzen“, erklärt der Autor. An bestimmte Themen ist sein Schreiben dabei nicht gebunden. „Manchmal sind es Erinnerungen. Oft mache ich mir jedoch auch zu aktuellen Themen so meine Gedanken. Diese haben meistens einen eher ironischen Einschlag“, verrät er.

Die besten Geschichten aus dem Wettbewerb sind auch als Buch erschienen. Der Band „Vertell doch mal – Spelen“ ist unter der ISBN-Nummer 978-3-529-04868-5 im Wachholtz Verlag erschienen (10,90 Euro).




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