Rickling : Jeder Schüler bekommt einen Feldahorn

Der Jäger Hans-Joachim Przybilla (64, links) war gestern mit Schülern der Klasse 4b der Rudolf-Tonner-Schule im Wald unterwegs.
Der Jäger Hans-Joachim Przybilla (64, links) war gestern mit Schülern der Klasse 4b der Rudolf-Tonner-Schule im Wald unterwegs.

Trotz des Regens ließen sich die Kinder den Spaß an den Jugendwaldspielen nicht verderben. 116 Kinder aus fünf Schulen waren im Ricklinger Forst unterwegs.

shz.de von
08. Mai 2015, 07:00 Uhr

Rickling | Äste und Früchte des Waldes bestimmen, auf Vogelstimmen horchen und einmal so richtig in der Natur rumtollen. Dies alles bieten zurzeit wieder die landesweiten Jugendwaldspiele im Ricklinger Forst.

116 Kinder aus fünf Schulen erhielten gestern besondere Lektionen über den Lebensraum Wald. Von Fachleuten der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und Forstwirten begleitet, ging es auf eine zweistündige Tour, bei der letztlich 14 Aufgaben gelöst werden mussten.

Unterwegs war auch die 4b der Rudolf-Tonner-Schule aus Neumünster. Gemeinsam mit dem Jäger Hans-Joachim Przybilla (64) und ihrer Lehrerin Maren Dreier machten sie sich auf den Weg durch das Gehölz. „Ich fand das schon ein bisschen gruselig. Schließlich gibt es hier ja Wildschweine“, erzählte am Schluss Alisa (10). Dustin (10) dagegen fand die Vorführung einer Kettensäge toll, und für Mona (10) war der Fühlkasten besonders interessant. Und auch von einer mehr als 100 Jahre alten Douglasie zeigten sich die Kinder beeindruckt.

Als besondere Gäste empfingen die Organisatoren und Schüler in diesem Jahr Neumünsters Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und die Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger im Forst. Einige Schüler ließen sich von den beiden sogar Autogramme geben, die dann stolz nach Hause getragen wurden.

Außerdem bekam jedes Kind einen Setzling vom Baum des Jahres, einen Feldahorn, nach der Preisverleihung geschenkt, um den eigenen Garten oder aber das Schulgelände damit ein bisschen grüner zu machen.

„Wir wollen die Freude der Kinder am Wald fördern, denn nur was man liebt, das schützt man“, erklärte dazu die Ricklinger Försterin Heide Anders-Schnipkoweit überzeugt. Von Nord bis Süd
entdecken in diesem Jahr wieder über 10 000 Kinder die schleswig-holsteinische
Waldnatur. 




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