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Märchentag in Wasbek : Jeder Handgriff ist geplant

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

300 Besucher ließen sich in die Welt der Märchen entführen. Verschiedene Bühnen stellten sich vor.

Wasbek | „Es war einmal …“: Rund 300 kleine und große Besucher tauchten am Sonnabend beim 6. Märchentag der Wasbeker Märchenbühne wieder in die Welt der Prinzessinnen, Hexen und Zauberer ein. Pünktlich um 13 Uhr hob sich der Vorhang für die Handpuppenspieler und Erzähler, die einen bunten Reigen aus bekannten Geschichten und lehrreichen Sagen vorbereitet hatten.

So spielte die Bordesholmer Puppenbühne „Das Wasser des Lebens“ das zauberhafte serbische Märchen „Die Schöne und der Bär“. Und „Rosmarin und Kinkerlitz“ alias Barbara und Henning Janke aus Wrist zogen das mucksmäuschenstille Publikum nicht nur mit ihren fantastischen Erzählungen, sondern auch mit romantischen Harfenklängen in ihren Bann. Wunderbar-lehrreiche Fabeln hatte die Märchenerzählerin Ingeborg Tophinke aus Eckernförde im Gepäck. Und die Gastgeber selbst präsentieren ein letztes Mal ihr aktuelles Stück „Der gestiefelte Kater“.

Wie schon beim ersten Märchentag vor sechs Jahren erwies sich jedoch Ulrike Hacker aus Sanitz bei Rostock erneut als Publikumsliebling. Mit Witz und Charme spielte die 52-Jährige in ihrer liebevoll ausgestatteten Bühne die Märchen „Dornröschen“ und „Rotkäppchen“. „Die Idee, professionelle Puppenspielerin zu werden, entstand, nachdem ich meinen Job als Erzieherin verloren hatte. Das war vor 22 Jahren. Aber ich kann bis heute von Kindern nicht lassen. Und mir fällt auch immer etwas Neues ein“, erzählte die fünffache Großmutter. Für die Inszenierung eines Stückes bedürfe es jedoch akribischer Vorarbeit. „Ich arbeite allein. Deshalb muss von der Lichttechnik über den schnellen Wechsel der Kulissen bis hin zum eigentlichen Spiel jeder Handgriff gut geplant sein“, erklärte sie.

Davon, dass eine Aufführung gut vorbereitet sein muss, berichtete auch der junge Nachwuchspuppenspieler Nick Remlinger. „Zuerst lese ich den Text trocken. Anschließend probiere ich mit den Puppen. Und wenn alles sitzt, müssen meine Oma und meine Mutter das Publikum sein. Aber manchmal lade ich auch Freunde zum Zuschauen ein“, berichtete der Achtjährige eifrig. Als Nächstes stehe bei ihm „Rumpelstilzchen“ auf dem Spielplan, verriet er außerdem schon einmal vorab. Die Begeisterung für das Puppenspiel hat der Wittorfer Grundschüler übrigens von seiner Religionslehrerin Irmela Kehr, der Vorsitzenden der Wasbeker Märchenbühne, übernommen. „Er macht das super. Wir warten schon auf ihn“, meinte diese schmunzelnd. Doch bis Nick bei den „Kollegen“ voll einsteigen könne, werde es ja noch ein bisschen dauern. „Deshalb suchen wir dringend weitere Mitspieler. Zudem könnten wir Unterstützung in der Technik gut gebrauchen“, erklärte die Vorsitzende.

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