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Holsteinischer Courier

21. November 2017 | 15:09 Uhr

Jazz im Park : Jazzvergnügen bei jedem Wetter

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

700 bis 800 Zuschauer kamen zur 9. Auflage der Open-Air-Veranstaltung zum Caspar-von-Saldern-Haus

Neumünster | Gefühlt ist an diesem Termin jedes Jahr schlechtes Wetter, aber am Sonntag um 19.15 Uhr war es endlich soweit: Die Sonne schien für das Festival „Jazz im Park“.

Sofort breiteten Rebekka Reimer, Clara Marcinkowski, Kira Möbius und Tjorven Christin Liebig im Park hinter dem Caspar-von-Saldern-Haus eine Decke aus, versorgten sich mit leckerer Torte und lauschten den faszinierenden Klängen von „The NuHussel Orchestra“ aus Hamburg. Die sieben Musiker spielten ausschließlich Kompositionen des Drummers Wanja C. Hasselmann, die dem urbanen Charakter der Großstadt nachempfunden sind. Es gab überraschende Tempiwechsel, die von einzelnen spröden Tönen, besonders durch die durchgehende Brisanz der Bläser, zu regelrechten Klangwänden anwuchsen, die Großstadtleben fühlen ließen.

Dabei hatten alle ihre gekonnten Soli, besonders gelungen von Patrick Huss (Percussion) und Konrad Herbholzheimer (Bass). Am Schluss applaudierten die Jazzfreunde stehend.

Vor den Hamburgern standen mit „Mezcolanza“ fünf Rotterdamer auf der Bühne. Sie beeindruckten mit klassischen Jazz-Elementen, Funk und afro-karibischen Klängen – super gemischt mit genügend Raum für groovige Improvisationen jedes Instruments. Als beispielsweise Gerado Rosales seine Congas bearbeitete, zuckte es sofort in den Beinen der Zuhörer.

Den Anfang des Konzertnachmittags hatten die Lübecker „The Organics“ gemacht. Dabei beeindruckte Wolfgang Roggenkamp an seiner Hammond B3-Orgel (Baujahr 1938). Gemeinsam lieferten sie einen gekonnten modernen Swing und klassischen Jazz, als sie beispielsweise „Naima“ von John Coltrane interpretierten.

Wie in den Jahren davor sorgten wieder die Frauen vom Serviceclub Inner Wheel mit einer prächtigen Kuchentafel und der Verein zur Förderung der Kunst mit Prosecco-Varianten für eine gemütliche Open-Air-Atmosphäre auch unter grauem Himmel.

Doch das war noch nicht alles. Die Veranstalter sorgten bereits am Sonnabend für ein richtiges „Warm up“: So präsentierten sich die Gruppe „Jazz’n fun“ aus Neumünster in der Holsten-Galerie und „SBOK“ aus Hamburg im Saldern-Haus als Appetit-Anreger für den sonntäglichen Jazz. Am Ende waren die Veranstalter, der Jazzclub und die Musikschule, mit der 9. Auflage von Jazz im Park mehr als zufrieden. 700 bis 800 Gäste waren trotz gelegentlicher Schauer gekommen. „Es spricht für die Veranstalter, wenn bei solchem Wetter die Gäste nicht davonlaufen“, meinte Ralf Johannsen vom Jazzclub.

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