Fußball im Altkreis Neumünster : Jan Marten Kock und die geballte Prominenz beim SV Boostedt

Gibt stets alles: Boostedts Jan Marten Kock (links), hier im Hinspiel gegen Grün-Weiß Todenbüttel mit Oke Holling.

Gibt stets alles: Boostedts Jan Marten Kock (links), hier im Hinspiel gegen Grün-Weiß Todenbüttel mit Oke Holling.

Beim Verbandsligisten sind Vater Carsten Kock sowie Elton und Horst Hrubesch gerne mal zu Gast.

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28. Oktober 2021, 15:24 Uhr

Mit elf Punkten aus neun Spielen steht der SV Boostedt aktuell auf dem siebten Tabellenplatz in der Fußball-Verbandsliga West. Als „gefühlter“ Aufsteiger ist das Team von Lars Kröger damit voll im Soll. Die erste Saison in der Verbandsliga wurde bekanntermaßen abgebrochen.

Mannschaftskapitän der Boostedter ist Jan Marten Kock, der als defensiver Mittelfeldspieler auch auf dem Platz eine zentrale Rolle einnimmt. Der 25-Jährige ist seit 2016 Teil der Boostedter Fußball-Familie. Als gebürtiger Neumünsteraner spielte er in der Jugend für den FC Torpedo 76 und den SV Wasbek. Aktuell absolviert Kock eine Ausbildung zum Tischler mit begleitendem BWL-Studium

Vielen dürfte sein Vater Carsten bekannt sein, der als Chefkorrespondent beim Radiosender R.SH arbeitet. Am Sonnabend ist Kock junior mit dem SVB in Todenbüttel gefordert, vorab unterhielt sich die Courier-Sportredaktion mit dem in dieser Woche ausnahmsweise einmal leidgeplagten Fan des FC Bayern München.

Ihr Team war am vergangenen Wochenende spielfrei, weil der Platz in Boostedt nicht bespielbar war. Kam Ihnen die Absage ganz gelegen?

Davon kann nicht die Rede sein. Wir hatten gut trainiert und hätten gerne zwei unserer insgesamt drei Sperren abgesessen. Aber wir wären auch mit einigen angeschlagenen Spielern und einem kleinem Kader in die Partie gegangen, sodass die Absage auch mehr Regenerationszeit mit sich gebracht hat.

Ihr Gegner, der VfR Horst, war über den Ausfall alles andere als erfreut. Hintergrund ist die Tatsache, dass Boostedt die Partie zuvor unbedingt verlegen wollte. Haben Sie den Ärger mitbekommen?

Die Verlegung des Spiels war schon seit längerem ein Thema. Es hat ein guter und entgegenkommender Austausch zwischen beiden Trainern stattgefunden, der aber zu keinem komplett zufrieden stellenden Ergebnis führte. Am Ende hat uns der Regen dann die Entscheidung abgenommen.

Boostedt steht aktuell mit elf Punkten aus neun Spielen auf Rang 7 der Tabelle. Wie fällt ihr Zwischenfazit aus?

Wir können gegen jeden Gegner mitspielen und sind zufrieden mit unserer tabellarischen Situation. Schade ist nur, dass wir in zwei bis drei Spielen mit etwas mehr Cleverness und Glück noch mehr Punkte hätten mitnehmen können.

In dieser Woche haben Sie die nächste Runde im Pokal „Meister der Meister“ erreicht. Was halten Sie von diesem Wettbewerb?

Es ist ein schöner Wettbewerb, in dem die bisherigen Spiele aber eher Freundschaftsspielcharakter hatten. Das „flüssige Brot“, das jede Mannschaft für das Antreten und Weiterkommen erhält, ist eine Entschädigung für die langen Fahrten unter der Woche (schmunzelt).

Sie haben einen in Schleswig-Holstein sehr bekannten Vater. Werden Sie öfter darauf angesprochen?

Wir sind gegenseitig unsere größten Fans. Und wenn ich ausnahmsweise nicht auf ihn angesprochen werde, erzähle ich es den Leuten voller Stolz selbst (lacht).

Mit dem Fernsehmoderator und Entertainer Elton sowie Horst Hrubesch gibt es noch zwei weitere Prominente, die mit dem SV Boostedt eng verbunden sind. Schauen die Genannten mal beim Training oder bei den Spielen vorbei?

Klar, Elton kickt ja selbst noch bei unseren Altherren. Und mit Danny als Teil unseres Trainerteams haben wir immer ein bisschen Hrubesch bei uns. Gelegentlich verirrt sich sein Vater dann auch mal zu uns ins Waldstadion.

Wie sehen Sie die Entwicklung Ihrer Mannschaft in den vergangenen Jahren?

Wir sind stolz, für Boostedt den langersehnten Aufstieg geschafft zu haben. Unsere Mannschaft ist noch mehr zusammengewachsen, wir haben uns kontinuierlich verbessert. Und das Schönste ist, dass wir noch mehr Potenzial haben, um dies weiter tun.

Mit Lasse Scheithauer haben Sie einen sehr torgefährlichen Angreifer in Ihren Reihen, der jedoch in dieser Saison schon zwei Mal die Rote Karte sah. Wie wird das vom Team bewertet?

Wir stehen voll hinter ihm und vermissen „Laser“ in jedem Spiel, in dem er nicht den Gegner schwindelig spielen kann. Er wurde zwei Mal nach harten, aber auch berechtigten Entscheidungen vom Platz gestellt. Zukünftig will er auf Provokationen mit Toren antworten.

Dazu kassierte Boostedt im bisherigen Saisonverlauf noch zwei Gelb-Rote Karten ...

Eine Fehlentscheidung und einmal den bekannten Schritt zu spät gekommen. Das gehört dazu.

Wie beschreiben Sie Ihre Rolle als Kapitän der Mannschaft?

Ich bin nur der Typ mit der Binde um den Arm. Das sehe ich nicht als entscheidend an, wobei ich mir trotzdem der Verantwortung bewusst bin. Ich versuche immer, für jeden ansprechbar zu sein, mit bestem Vorbild voranzugehen und die Jungs mitzuziehen.

Als nächster Kontrahent wartet der SV Grün-Weiß Todenbüttel. Sind drei Punkte beim Tabellenvorletzten Pflicht?

Mit Blick auf die Tabelle mag man das vielleicht meinen, jedoch ist Todenbüttel nicht zu unterschätzen. Um wie im Hinspiel den Platz als Sieger zu verlassen, müssen wir in diesem Spiel, wie auch in jedem anderen, alles abrufen und um jeden Ball fighten.

Verbandsliga West / Der 11. Spieltag getippt von Jan Marten Kock

Marner TV – FC Reher/Puls 2:2

TSV Heiligenstedten – VfR Horst 1:3

Grün-Weiß Todenbüttel – SV Boostedt 0:2

VfL Kellinghusen – Heider SV II 0:3

Kaltenkirchener TS – FSG Kaltenkirchen 4:1

SpVgg Holstein-West 19 – TuS Krempe 1:2

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