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Kirchenkreis Altholstein : Jahresempfang mit Lutherworten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

100 Gäste kamen in die Klosterkirche nach nach Bordesholm / Gespräch mit Wirtschaftsjournalist Frank Lehmann

Bordesholm | Bereits zum zweiten Mal richtete der Kirchenkreis Altholstein, dem 53 Gemeinden zwischen Henstedt-Ulzburg und Kiel angehören, seinen Jahresempfang in der Klosterkirche in Bordesholm aus. Am Donnerstagabend füllte sich das festlich geschmückte Kirchenschiff deshalb wieder mit rund 100 Gästen aus kirchlichen Gemeinden und Einrichtungen sowie zahlreichen, weltlichen Institutionen, die von der Synodenpräses Ina Koppelin herzlich begrüßt wurden.

Im Anschluss übernahm Propst Stefan Block zum Thema Gottesgelassenheit die geistliche Einführung in den Abend, der ganz im Zeichen des 500-jährigen Reformationsjubiläums stand. „Man kann Gott nicht nur mit Arbeit, sondern auch mit feiern und ruhen dienen“, zitierte er hierbei Martin Luther, der immer auch gerne ein guter Gastgeber gewesen sei.

Der Vielfalt der Aufgaben des Kirchenkreises widmete sich der Jahresrückblick, den Propst Kurt Riecke und der im Mai scheidende Propst Thomas Lienau-Becker hielten. Revue passieren ließen die beiden Kollegen von Stefan Block allerdings nicht nur das Jubiläumsjahr mit seinen vielfältigen Veranstaltungen. Benannt wurden ebenso die aktuellen Aktivitäten des Kirchenkreises.

„Der Kirchenkreis unterhält 30 Kindertagesstätten mit 2053 Plätzen. Dazu kommen noch einmal Trägerschaften in den Kommunen in gleicher Zahl. Denn wir wollen daran mitarbeiten, dass Kinder einen guten Start haben“, betonte Riecke dazu unter anderem. Vor neuen Herausforderungen stehe die Kirche aktuell beim Thema Friedhöfe. „Ruheforst oder Rasen, Urne oder traditionelles Grab? Die Bedürfnisse der Menschen haben sich grundlegend verändert. Darauf müssen wir auch in finanzieller Hinsicht reagieren“, erklärte Thomas Lienau-Becker.

Mit dem Thema „Luther und das Geld“ beschäftigte sich schließlich auch das hochinteressante Gastgespräch, zu dem der Wirtschaftsjournalist Frank Lehmann (75) aus Hanau (bei Frankfurt) angereist war. Gemeinsam mit Jürgen Schindler, dem Pressesprecher des Kirchenkreises, erörterte er die Gier der Börse und deren fehlende Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung.

„Martin Luther hätte sich sicher für die soziale Marktwirtschaft eingesetzt. Doch wenigsten Investoren haben aus dem Zusammenbruch 2007/2008 etwas gelernt. Dennoch muss und soll die Kirche am Markt investieren. Denn mittlerweile gibt es eine Reihe von Unternehmen und Stiftungen, die sich ethischen Grundsätzen sowie der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlen“, erklärte der Börsenfachmann.

Musikalisch umrahmt wurde der unterhaltsame Abend vom Orgelspiel des Kantors der Klosterkirche, Günter Brand, der die Besucher mit Improvisationen bekannter Luther-Choräle erfreute.

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