Neumünster : Jahresempfang: Der neueTermin kommt an

Glücksboten: Die Schornsteinfeger Jakob Kock-Evers (von rechts), Gunnar Schumann, Sven Lissack und Eike Voß nahmen Kirsten Gerlach in ihre Mitte.
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Glücksboten: Die Schornsteinfeger Jakob Kock-Evers (von rechts), Gunnar Schumann, Sven Lissack und Eike Voß nahmen Kirsten Gerlach in ihre Mitte.

320 Besucher waren im Museum Tuch + Technik dabei. Die Stadtpräsidentin lobt Entwicklung.

shz.de von
20. Januar 2018, 07:30 Uhr

15 Jahre lang fand der Neujahrsempfang der Stadt am zweiten Sonntag im Jahr statt. Weil das Besucher-Interesse immer weiter zurückging, versuchte die Verwaltung jetzt etwas Neues – mit Erfolg: 320 Bürger, 50 mehr als 2017, stießen gestern im Museum Tuch + Technik mit Sekt und Orangensaft auf das neue Jahr an, lauschten der Musik der Band Beat-Shock und hörten sich die Rede von Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger an.

Das Stadtoberhaupt verwies zunächst auf die Erfolge im vergangenen Jahr. Neumünster habe deutlich an Einwohnern gewonnen, baue seine Schulden weiter ab und steigere die Attraktivität der Holstenköste. Zudem sei die Arbeitslosenquote auf den besten Wert seit über 20 Jahren gesunken, die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs hingegen um mehr als 20 Prozent auf über 38 000 gestiegen. „Man kann stolz sein auf die guten Zahlen und das gewonnene Selbstvertrauen, aber wir sollten nicht vergessen, dass die Identität einer Stadt vor allem die Menschen sind, die hier leben und arbeiten“, sagte Schättiger. Sie lobte das soziale Engagement, das die Stadt präge. „Das alles zu erhalten und den positiven Trend Neumünsters fortzuführen, ist unser Ziel.“

Die Stadtpräsidentin nannte sechs Themen, die es künftig anzupacken gelte. Wohnraum müsse geschaffen, die Kinder- und Jugendbetreuung ausgebaut und die Raumnot in der Verwaltung und in den Schulen beseitigt werden. Die Stärkung der örtlichen Wirtschaft und der Verkauf von Grundstücken sowie die Digitalisierung, insbesondere der Schulen, seien wichtig. Zudem müsse Neumünster wieder als Hochschulstandort ins Spiel gebracht werden.

Bei den Besuchern kam nicht nur der neue Termin am Freitagabend, sondern auch der Besuch der Schornsteinfeger Sven Lissack und Gunnar Schumann sowie der frisch freigesprochenen Gesellen Jakob Kock-Evers und Eike Voß gut an.

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