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Holsteinischer Courier

21. Oktober 2017 | 16:38 Uhr

Ehndorf : Islandstute stirbt nach Schüssen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

20 Projektile steckten im Fell der jungen Zuchtstute. Die Polizei sucht Zeugen.

von
erstellt am 16.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Diebstähle und zerstörte Zäune hat es bereits in der Vergangenheit geben, doch jetzt wurde ein Pferd getötet. Daniel Schulz, Besitzer des Islandpferdezentrums Gestüt Heesberg, ist entsetzt. Am Montag gegen 15.50 Uhr fand er auf einer Pferdekoppel im Bereich Ehndorfer Moor in der Nähe der dortigen Sendeanlage eines der Pferde verendet. „Etwa 20 Projektile einer Softairwaffe steckten im Fell“, berichtet Schulz.

Das Gestüt von Schulz gehört zu den besten in Deutschland, 120 Islandpferde hat er dort, züchtet und erringt immer wieder Preise. Das getötet Tier war gerade ein Jahr alt und gehörte zu den sehr guten Pferden aus der Nachwuchszucht.

Auch die Beamten der Polizeistation Aukrug fanden auf der Koppel an der Stelle, an der das Pferd gelegen hatte, diverse Kunststoffprojektile. Die runden Kugeln haben immerhin einen Durchmesser von fünf Millimetern. Ganz offensichtlich war auf die Stute geschossen worden. Dies dürfte am Montag, 14. Oktober, im Zeitraum zwischen 14.10 Uhr und 15.50 geschehen sein.

Die Zuchtstute stand mit etwa 30 weiteren Zuchtpferden auf der Koppel an der Sendeanlage. „Die Weide ist sehr gut gesichert, da muss man schon mutwillig eindringen“, sagt Daniel Schulz. Seinen Angaben nach müssen die Pferde auch getrieben worden sein. Sie waren verstört. Die Projektile stecken im Fell und nicht im Fleisch der verendeten Stute. Daniel Schulz vermutet, dass das Tier an einem Schock gestorben ist. Die genaue Todesursache der Stute steht noch nicht fest und wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel von einem Tierarzt untersucht.

Dies ist nicht der erste Zwischenfall auf der Pferdekoppel. Drei Züchter von Isländern gibt es in Ehndorf und alle haben unter Diebstählen und der Beschädigung von Zäunen zu leiden. Schulz habe schon Weiden aufgeben, weil dort die Zäune zerstört oder die Tore geöffnet wurden. In diesem Frühjahr wurden bei unterschiedlichen Züchtern insgesamt sechs Stromgeräte gestohlen, die an den Zäunen befestigt sind, jedes in einem Wert von 500 Euro.

Die Polizei Aukrug ermittelt in dem aktuellen Fall wegen Tierquälerei und bittet um Hinweise. Wer vorgestern verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich Ehndorfer Moor/Sendeanlage beobachtet hat oder ansonsten Hinweise zu den möglichen Schützen geben kann, wird gebeten sich unter der Tel. 0 48 73/3 10 mit der Polizei Aukrug in Verbindung zu setzen.

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