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Tungendorf : Irritationen um die Rudolf-Tonner-Schule

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die SPD spricht von einem Neubau, aber beschlossen ist der noch lange nicht – und Geld ist auch nicht da.

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erstellt am 20.Apr.2017 | 08:30 Uhr

Neumünster | Die Tungendorfer SPD hat auf ihrer jüngsten Mitgliederversammlung „die neue Raumplanung für die Rudolf-Tonner-Schule“ gefeiert und damit leichte Irritationen im Stadtteil und im Rathaus hervorgerufen.

„Statt wie bisher geplant lediglich einen Anbau für den Ganztagsbetrieb neu zu bauen und das alte Gebäude aus den Fünfziger Jahren aufwändig zu renovieren, soll nun dieses Gebäude in einem ersten Bauabschnitt komplett durch einen Neubau ersetzt werden“, teilte der SPD-Ortsverein mit. In einem zweiten Bauabschnitt sollen dann, nach Abriss des Gebäudes, die Räume für den Betrieb der offenen Ganztagsschule entstehen, so der Vorsitzende Gerrit Köhler weiter, und: „Diese vom Ratsherren Andreas Hering vorgetragenen Informationen wurden von den Anwesenden mit großer Freude aufgenommen.“

Die Tungendorfer SPD hatte sich schon länger für einen Neubau eingesetzt. Der Ortsvereinsvorsitzende Gerrit Köhler stellt dazu fest: „Zu einem familienfreundlichen Stadtteil gehört eine optimale Infrastruktur, die sich insbesondere durch moderne und den heutigen Bedürfnissen angepasste Schulen auszeichnet.“ Eltern, Lehrer und Schüler der RTS wollen ihr Konzept einer offenen Ganztagsschule mit Leben füllen können, so Köhler.

Die Freude ist aber wohl deutlich verfrüht, denn die Beschlusslage sieht anders aus. Im Schulausschuss waren die Sanierungspläne zwar abgelehnt und stattdessen ein Neubau gefordert worden (der Courier berichtete), aber die Stadtverwaltung hat noch nicht viel mehr als erste Skizzen. Und vor allem ist es eine Geldfrage: Die Baukosten würden für den Neubau des Klassentraktes und einen Offenen Ganztagsbereich etwa 6,5 Millionen Euro betragen. Im Haushalt stehen aber nur 3,54 Millionen zur Verfügung: 542 500 Euro im Jahr 2018 und eine Verpflichtungsermächtigung von 3 Millionen in 2019.

„Die Verwaltung arbeitet an einer Planung für die Tonner-Schule, aber es ist in den politischen Gremien noch nichts entschieden“, sagte Gabriele Bartelheimer, Leiterin der Schulverwaltung, zum Courier.

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