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Verunsicherte Autofahrer : Irrfahrer am neuen Gänsemarkt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Viele Autofahrer erkennen nicht, dass die rechte Fahrbahn am Kuhberg nur das Rechtsabbiegen erlaubt.

von
erstellt am 10.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Neumünster | Die neue Verkehrsführung am Gänsemarkt sorgt für Irritationen bei den Autofahrern. Viele Fahrer, die vom Bahnhof aus kommen, sehen zu spät, dass die rechte Fahrspur des Kuhbergs nur noch das Abbiegen in die Straße Am Teich erlaubt. Das Resultat sind riskante Spurwechsel in letzter Sekunde, Beinahe-Zusammenstöße auf der Kreuzung mit entgegen kommenden Linksabbiegern und sehr viele Fahrer, die von der Rechtsabbiegerspur einfach geradeaus Richtung Großflecken durchfahren.

Der Kuhberg weitet sich an der Kreuzung. Die weitere Spur ist für den Geradeaus- und Linksabbiegerverkehr in die Christianstraße vorgesehen. „Untersuchungen ergaben, dass es deutlich mehr Rechtsabbieger gibt als Linksabbieger“, sagt Verkehrsplaner Michael Köwer und nennt die jetzt gebaute Variante flüssiger. Die Probe aufs Exempel kommt aber wohl erst, wenn die Holsten-Galerie am Donnerstag öffnet. Zuvor soll schon am Dienstag der Fuß- und Radweg auf der Teichseite der Kieler Brücke wieder freigegeben werden.

Die Kritik von Autofahrern an den nicht so deutlich zu erkennenden aufgenagelten Fahrbahnmarkierungen am Kuhberg kann Köwer verstehen. „Das ist dem Straßenpflaster geschuldet, Farbmarkierungen würden hier aber nicht lange halten“, sagt Köwer. Auch das Hinweisschild auf dem Kuhberg ist schlecht zu sehen und wird zum Teil durch ein Halteverbotsschild verdeckt.

Michael Köwer hofft, dass sich die neue Verkehrsführung schnell einspielen wird. Neumünsters ADAC-Ortsklubvorsitzender Gerhard Hillebrand ist da anderer Meinung. „Das ist eine ungewohnte neue Verkehrssituation, die schlecht ausgeschildert und damit unfallträchtig ist“, sagt Hillebrand und sieht am Gänsemarkt Nachbesserungsbedarf.

Köwer setzt auf den Wiederholungseffekt. Auch an der Friedrichstraße und am Konrad-Adenauer-Platz sei die rechte Spur eine reine Rechtsabbiegerspur. „Der Adenauer-Platz bleibt bis auf Weiteres so, wie er jetzt gestaltet ist, die Probleme der Anfangszeit spielen kaum noch eine Rolle“, so Köwer. Stadtauswärts fahren die Autofahrer inzwischen mehrheitlich um den Block via Kieler Straße und Johannisstraße und nicht mehr um den Adenauer-Platz. „Die grüne Welle funktioniert“, so Köwer.

Die Stadt hat sich nicht nur aus Kostengründen gegen den Bau eines Kreisverkehrs oder Ovals am Adenauer-Platz entschieden. „Das ist schon ein Provisorium, aber ein langfristiges, bis die zusätzliche Anbindung des Bahnhofs über die Friedrichstraße in Angriff genommen wird“, sagt Köwer. Das werde aber sicherlich noch Jahre dauern.

Heikel könnte es auch auf der Zu- und Abfahrt zum ECE-Parkdeck auf dem Gelände der Holsten-Galerie werden. Die meisten Autos werden hier über den Schleusberg kommen, sollen aber über die Wasbeker Straße wieder abfahren. „Das soll deutlich über Wegweiser ausgeschildert werden. Die Autofahrer sollen so schnell wie möglich auf den Ring geleitet werden“, so Köwer.  

 

 

 

 

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