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Holsteinischer Courier

23. August 2017 | 01:04 Uhr

Integrationskonzept liegt auf dem Tisch

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Unter dem Titel „Willkommen in Neumünster“ liegt jetzt das „Konzept für das Zusammenleben in unserer Stadt“ vor. Auf 18 Seiten sind nicht nur die Leitgedanken der Integrationspolitik in der Stadt formuliert, sondern auch die Nah- und Fernziele, konkrete Maßnahmen und die möglichen Beteiligten in sieben Handlungsfeldern.

Aufgeführt sind die Themen „Bildung und Arbeit“, „Wohnraum“, „Gesundheit und Alter“, „Interkulturelle Öffnung“, „Förderung des Miteinanders“, „Rassismus und Diskriminierung“ sowie „Flüchtlinge“. Erstmalig wird sich der Hauptausschuss der Ratsversammlung am 1. Dezember (18.30 Uhr, Rathaus Raum 2.5/2.6) mit dem Konzept befassen. Tags darauf am 2. Dezember ist es Thema der Vorberatung im Sozial- und Gesundheitsausschuss (18 Uhr, Aula Theodor-Litt-Schule). Endgültig verabschieden muss es die Ratsversammlung, die am 15. Dezember ab 17 Uhr im Rathaus tagt.

Im Themenfeld Bildung und Arbeit beispielsweise ist als ein Hauptziel die Beherrschung der deutschen Sprache definiert. Dafür sollen ausreichend Sprachfördermöglichkeiten zur Verfügung stehen. Empfohlene Maßnahmen sind mehrsprachige Elternbriefe, die Gewinnung von ehrenamtlichen Kräften, die Schüler zusätzlich fördern, oder etwa eine bessere Kinderbetreuung. Auch die „interkulturelle Öffnung“ hat sich die Stadt auf ihre Fahnen geschrieben. Die Stadt will das bei der eigenen Personalauswahl berücksichtigen und auch einen Preis für integrationsfreundliche Betriebe ausloben. Für Kinder mit Migrationshintergrund solle der Kitabesuch selbstverständlich sein.

Auf diese Weise werden auch die anderen Themenfelder beackert. Unter dem Stichwort Wohnen ist das Ziel formuliert, „einer starken Konzentration von ethnischen Bevölkerungsgruppen in einzelnen Stadtteilen“ entgegen zu wirken. Beim Stichwort Interkulturelle Öffnung ist nicht nur an die Stadtverwaltung gedacht, sondern auch an Sportvereine, die Mitglieder zu Integrationsbeauftragten ausbilden sollen.

Und zur Förderung des Miteinanders solle nicht nur die bereits etablierte Interkulturelle Woche gefeiert werden. Angestrebt ist ein interkultureller Festkalender und auch ein Willkommensempfang für neu eingebürgerte Neumünsteraner. Um Rassismus und Diskriminierung entgegen zu wirken, ist an die Werbung von freiwilligen Antidiskriminierungslotsen gedacht. Neumünster will weiterhin alle Geflüchteten in der Stadt willkommen heißen und bekennt sich im Konzept zur Erstaufnahmeeinrichtung.

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erstellt am 25.Nov.2015 | 00:32 Uhr

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