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Video-Umfrage : Integration in Neumünster: Die Christianstraße im Porträt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein Projekt will das Thema Integration auf lokaler Ebene veranschaulichen. Per 360-Grad-Rundgang soll es Einblicke hinter die Fassaden geben.

Neumünster | Zahlreiche Geschäfte stehen leer, viele der einst schönen gründerzeitlichen Häuser verfallen. Das Vicelinviertel gilt als Problemstadtteil. Viele Neumünsteraner wenden sich ab. Dabei stecken die Straßen bei der Anscharkirche auch voller Ideen und Neuerungen – aber auch voller Herausforderungen. Es lohnt sich ein genaueres Hinsehen. In der kommenden Woche recherchieren daher vier Journalistinnen des sh:z in der Christianstraße, wie die Menschen unterschiedlicher Nationalitäten zusammenleben. Denn von etwa 3000 Anwohnern haben überdurchschnittlich viele einen Migrationshintergrund. Jeder Dritte besitzt nicht die deutsche Staatsbürgerschaft.

So äußern sich Anwohner über die Christianstraße:

Mit dem Thema Integration ist Neumünster nicht allein. „Jede größere Stadt hat eine Christianstraße“, glauben die Journalistinnen Mira Nagar, Jana Walther, Alexandra Brosowski und Christina Norden. Am Beispiel dieser einzelnen Straße soll deshalb auf lokaler Ebene gezeigt werden, welche Herausforderungen ganz Deutschland in puncto Integration noch zu bewältigen hat – und wie diese möglicherweise gelöst werden könnten. „Wir wollen uns ganz bewusst nur auf eine Straße konzentrieren, um das Thema so einfach wie möglich erklären zu können“, meint Mira Nagar.

Für die Umsetzung haben sich die Journalistinnen etwas Besonderes einfallen lassen. „Wir wollen Türen öffnen und hinter die Fassaden der Häuser schauen“, erklärt Mira Nagar. So soll im Laufe der Recherche ein 360-Grad-Rundgang durch die Christianstraße entstehen, bei dem man sich zum Beispiel mit einem Klick auf das Büro der Türkischen Gemeinde über deren Arbeit informieren kann. Außerdem blicken wir mit Klaus Leschkus hinter die Kulissen seines Tanzlokals „Belle Epoque“. Als langjähriger Anwohner kann Leschkus berichten, wie sich das Zusammenleben im Laufe der Zeit verändert hat. Ende Juli soll das Ergebnis im Internet auf shz.de veröffentlicht werden.

Weitere 360-Grad-Projekte von shz.de finden Sie hier.

„Erste Anwohner und Geschäftsleute wurden für Interviews angefragt. Wir hoffen aber, dass sich noch mehr Neumünsteraner bei uns melden und von ihren Erfahrungen in der Christianstraße berichten“, sagt Nagar. Die Journalistinnen sind per E-Mail an onlineredaktion@shz.de erreichbar. Ebenso kann der Kontakt über die Facebookseite von shz.de aufgenommen werden.

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erstellt am 14.Jul.2017 | 18:33 Uhr

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