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Kreissportverband : Integration durch gemeinsamen Sport

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ferienprogramm des KSV mit jungen Flüchtlingen kommt gut an. Wie es nach den Herbstferien weitergeht, ist allerdings noch offen

Neumünster | Neumünster Das Feriensportangebot des Kreisssportverbandes (KSV) ist ein Renner. In der großen Sporthalle der Gemeinschaftsschule Faldera tummelten sich auch gestern wieder mehr als 50 Jugendliche.  Die meisten  sind  junge Flüchtlinge, die beim Sport mit gleichaltrigen Jugendlichen aus Neumünster zusammenkommen.

„Am Freitag waren es noch mehr. Da war es brechend voll in der Halle“, sagte Dieter Ponikau. Er ist Betreuer vom Jugendhilfeträger Iuvo, der in Neumünster die jugendlichen Flüchtlinge in Obhut genommen hat. Doch viel Aufsicht braucht es eigentlich nicht: Der sportliche Wettstreit und das „Fair Play“ funktionieren auch ohne viele Worte. 

„Über den Sport ist eine ganz wirkungsvolle Integration möglich“, sagte Sozialdezernent Günter Humpe-Waßmuth und dankte dem KSV für sein Engagement.   „Ich freue mich, dass das so gut angenommen wird“, sagte auch KSV-Geschäftsführer Eggert Rohwer. Mit Fynn Glindemann und Anna Freund (beide SC Gut Heil), Alexander Speth (SV Tungendorf) und Linus Schildt (TSV Gadeland) stellen gleich drei Sportvereine Übungsleiter für das Projekt ab; die Stadt stellt die Sporthalle zur Verfügung. Der Einsatz in der Flüchtlingsarbeit begann schon im Sommer, als etwa 40 junge Flüchtlinge 14 Tage in der Jugendbegegnungsstätte des KSV in Lensterstrand verbrachten.

„Da sind ein paar richtig gute Turner dabei – und sonst heißt das Motto hier Fußball, Fußball, Fußball“, sagte Anna Freund. Auch beim Lauf- und Bewegungs-Parcours und den Aufwärmübungen sind die Jugendlichen mit Feuereifer bei der Sache. Zum sportlichen Programm, das auch am kommenden Mittwoch und Freitag von 14 bis 17 Uhr angeboten wird, gehören auch die Sportarten Tischtennis, Badminton oder Akrobatik. Für viele junge Flüchtlinge beginnt der Sport schon damit, dass sie mit dem Rad zur Halle fahren.

Inwieweit der Kreissportverband die Angebote auch nach den Herbstferien  fortsetzen kann, ist noch offen. „Das müssen wir mit der Stadt und den Vereinen besprechen“, sagte Eggert Rohwer mit Blick auf die nötigen Sport- und Übungsleiter, aber auch auf freie Sporthallen. Die Finanzen sollten keine Hürde sein: Der KSV hat von ECE gerade (wie berichtet)  eine Spende über 15000 Euro für derartige Projekte erhalten.

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erstellt am 27.Okt.2015 | 07:30 Uhr

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