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Schultheaterfestival : Insel der Unsicherheit kam gut an

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Schüler der Musical-Klasse der Musikschule zeigten beim Schultheaterfestival vor 150 Zuschauern das exzentrische Stück „Isola“.

Neumünster | Am Freitagabend feierten die Schüler der Musical-Klasse der Musikschule beim Schultheaterfestival mit ihrem Stück „Isola“ vor rund 150 Zuschauern im Theater in der Stadthalle Premiere.

Die Handlung basiert auf dem gleichnamigen Buch von Isabel Abedi. Stephanie Peters von der Musikschule hat den Roman für die Bühne dramatisiert und die Regie geführt. In der Geschichte geht es um elf Jugendliche, die freiwillig auf eine Insel kommen, einen auf die Persönlichkeit zugeschnittenen Spitznamen kriegen und an einem Filmprojekt teilnehmen wollen. Die Insel ist gespickt von Kameras, die alles jederzeit aufzeichnen. Zudem überrascht der exzentrische Regisseur Tempelhoff die Heranwachsenden mit einem Spiel um fingierte Morde. Unsicherheit und Misstrauen schleichen sich ein, erst recht, als ein wirklicher Mord geschieht.

„Das Stück ist vielfältig, es geht um Freundschaft und Vertrauen, Verrat und Kontrolle“, erklärte Nadine Thoms, die in die Rolle der geheimnisvollen Vera schlüpfte. „Vera ist introvertiert und damit genau das Gegenteil von mir. Sie zu spielen ist eine spannende Herausforderung für mich“, sagte die 18-Jährige.

Seit Dezember haben die Musical-Schüler Text und Gesang, Schauspiel und auch Instrumentaleinlagen geprobt. „Die Rollen konnten wir uns aussuchen“, erklärte Maja Taedcke (20), die mit wallendem Kleid und lila Perücke ein Mädchen mit Namen Elfe spielte. Musikalische Unterstützung gab es von der Musical-Band der Musikschule. Tatjana Großkopf überbrückte am Klavier die Umbauphasen und begleitete Gesangseinlagen.

„Hut ab vor den Darstellern“, meinte Zuschauerin Ute Goldbach, die Mutter von Lone Briesemeister (18). Lone verwandelte sich für die Bühne in die partylustige und oberflächliche „Darling“. „Zu Hause ist sie nicht so. Aber das ist ja das Tolle für die Jugendlichen, eine andere Rolle einnehmen zu können. Für das Selbstbewusstsein ist so ein Auftritt eine wichtige Erfahrung“, meinte die stolze Mutter weiter.

Die Darsteller ließen allesamt den Funken überspringen, die Choreografien und die Inszenierung insgesamt waren abwechslungsreich und gelungen, was mit viel Applaus gewürdigt wurde. Die nächsten Aufführungen gibt es am Freitag und Sonnabend, 14. und 15. Juli, um 20 Uhr in der Klaus-Groth-Schule, Parkstraße 1.

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erstellt am 26.Jun.2017 | 08:15 Uhr

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