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Lebensmittelinstitut : Innovative Kreationen für den Gaumen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

KIN-Lebensmittelinstitut verabschiedete 38 Absolventen / Schüler hatten interessante Gerichte und haltbare Verpackungen erarbeitet

Neumünster | Burgunderschinken im Brötchen – ein Klassiker, der gerne auf Jahrmärkten gefuttert wird. Für diesen Renner in neuem Gewand erhielten gestern Isabell Haag, Marcel Rughase und Ann-Kathrin Wohsmann einen von vier Innovationspreisen bei der Verabschiedung von 38 Absolventen des KIN-Lebensmittelinstituts. „Sie haben die Komponenten vereint und sich das Wissen von Milliarden von Mikroorganismen bei der Fermentierung des Sauerkrauts zunutze gemacht“, lobte Dozent Stephan Bornier.

Zwei Jahre hatten die Schüler, die überwiegend bereits im Berufsleben standen, Fächer wie Qualitätssicherung, Produktions- und Anlagentechnik, Verpackungstechnik und Mikrobiologie gebüffelt; so mancher hatte gestern bereits einen Arbeitsvertrag in der Tasche. „Offenheit, freundlicher und humorvoller Umgang miteinander und begeisterungsfähige Persönlichkeiten“ bescheinigte Schulleiterin Gudula Apfelt dem Jahrgang. Sie gab den Absolventen auf den Weg: „Stellen Sie Fragen, seien Sie mutig und ringen Sie immer um die besten Lösungen!“

Das hatten alle Techniker getan und servierten nach der Zeugnisübergabe ihre innovativen Kreationen wie „Currywurst Revolution“ (Wurst im Kartoffelmantel mit Ketchup gefüllt), „Pie Projekt“ (Pasteten mit Chili- und Gemüsefüllung), „Easy Lunch“ (Wildschweinfleisch, Reis, Karotten) oder „be a cookie“ (haltbarer Cookieteig). Vier Gruppen erhielten von Firmen gesponserte Innovationspreise – der bereits erwähnte Jahrmarktsklassiker „Hustle & Bustle“ (Jahrmarkt auf Englisch), „Frumella“ (Verfahrenvergleich anhand einer veganen Tofuklops-Kreation) und „Diva“ (Fruchtaufstrich in Scheiben). Einen Sonderpreis der Firma Hermann Stock zum 50-jährigen Bestehen des Instituts ging an Daniel Kaisen, Christian Wondrack und Lukas Wilczynski für ihr Kindergericht „Landschmaus – Easy Food 4 Kids“. „Alle großen Hersteller bieten Kindergerichte bis zu drei Jahren an. Bei älteren Kinder gibt es eine Marktlücke. Mein Sohn Constantin (4) war Testesser. Unser Gericht ist gesund, nahrhaft, vollwertig“, sagt Daniel Kaisen. Das Gericht besteht aus Hühnchen, Reis, Erbsen, Möhren und Mais, in der Mikrowelle pasteurisiert. Zur Produktpräsentation gehörten auch T-Shirts, Faltblätter mit Constantin als Werbeträger und Variationen – vegan oder mit Hühnerbrühe.

„Sie alle haben einen großen Schritt getan, Sie sind kreative, innovative und neugierige Schüler. Sie haben ihre Ideen und Konzepte appetitlich verpackt. Sie werden Botschafter der Schule bleiben“, sagte Institutsleiter Axel Graefe zu den Schülern. Zum aktuellen Dauerthema betonte er: „Wir wollen die berufliche Integration von Flüchtlingen mitgestalten, sind bereit, sie zu schulen. Ein Curriculum wird zurzeit entwickelt. Halten Sie Augen, Ohren und Herzen offen und geben Sie weiter, was Sie hier erlebt hat! Integration braucht Toleranz.“

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