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Börnhöved : Innenminister stand Rede und Antwort

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Innenminister Andreas Breitner erklärte 120 Bornhövedern gestern Nachmittag das neue Polizeikonzept. Hintergrund ist die Schließung der Polizeistation.

Die Polizeidienststelle in Bornhöved wird mit der in Trappenkamp zusammengelegt. Das ist beschlossene Sache. Auf Drängen der örtlichen Initiative, die sich für den Erhalt der Dienststelle einsetzte (der Courier berichtete) hatte Innenminister Andreas Breitner (SPD) sich jedoch bereit erklärt, sich noch einmal den Fragen der Bürger zu stellen. Zusammen mit der Polizeiführung aus Segeberg (Frank Matthiesen) und den Dienststellenleitern aus Bornhöved (Sönke Nass) und Trappenkamp (Torsten Bohlmann) gab er deshalb in der Sventana-Schule gestern Nachmittag über die Umstrukturierung der Polizei Auskunft.

Voraus schickte Breitner, dass die Entscheidungen der Polizeiführung keine politischen seien. „Die Polizei ist in ihrer Struktur frei, sie organisiert sich eigenständig nach fachlichem Auftrag“, erklärte er. „Aber für mich ist es indiskutabel, heute einen Polizeibeamten allein in den Einsatz zu schicken. Deshalb muss eine personelle Umorientierung erfolgen“, sagte er.

120 Bornhöveder waren zu der Veranstaltung gekommen. „Wir warten jetzt schon so lange auf die Polizei, wenn etwas passiert ist“, „Wir haben auch unsere Spitzbuben, denen die Polizei auf die Fingern schauen soll“ und „Für ältere Menschen ist es nun unmöglich, eine Anzeige aufzugeben“, hieß es unter anderem aus den Reihen der Zuhörer. „Ich kann ihren gefühlten Sicherheitsverlust verstehen, aber die Besetzung hier in Bornhöved war ja nie durchgehend. Dies wird jetzt in Trappenkamp sichergestellt“, sagte der stellvertretende Leiter der Polizeidirektion Segeberg/Pinneberg, Frank Matthiesen.

Die Zusammenlegung begründete Matthiesen auch damit, dass Trappenkamp und nicht Bornhöved als Unterzentrum gilt. Außerdem habe Trappenkamp rund 1000 Einwohner mehr, und die Polizei fahre dort auch zwei Drittel mehr Einsätze.

Andreas Breitner sagte am Ende zu, dass er sich 2014 noch einmal zu diesem Thema der Runde stellen wolle.



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erstellt am 17.Sep.2013 | 07:00 Uhr

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