Neumünster : Inklusions-Cup: Es geht weiter

Schirmherrin Kirsten Bruhn dankte vor allem dem Hauptsponsor Frank Meurer von einem Versicherungsunternehmen für die kurzfristige Unterstützung.
Schirmherrin Kirsten Bruhn dankte vor allem dem Hauptsponsor Frank Meurer von einem Versicherungsunternehmen für die kurzfristige Unterstützung.

Sponsoren ermöglichen den Schwimmwettkampf im Bad am Stadtwald. Am 22. Juni 2019 geht es in die nächste Runde.

shz.de von
02. Juli 2018, 08:00 Uhr

Neumünster | Der Streit um die Hallen-Miete war am Sonnabend zunächst vergessen – auch wegen der tollen Stimmung. 223 behinderte und nicht-behinderte Sportler sprangen beim ersten offenen Inklusions-Schwimm-Cup, dem ehemaligen „Wettkampf der Vielfalt“, ins Wasser der Cabrio-Halle im Bad am Stadtwald. Dass die Veranstaltung wie geplant stattfinden konnte, ist in erster Linie zahlreichen Sponsoren zu verdanken. Sie kamen für die über 3000 Euro auf, die die Stadtwerke für die Nutzung eingefordert hatten (der Courier berichtete).

„Das ist echt klasse, wie viele Menschen spontan bereit waren, uns zu unterstützen“, erklärte Schirmherrin Kirsten Bruhn. Die vielfache Paralympics-Medaillengewinnerin, Welt- und Europameisterin lobte die neue Halle und das Umfeld ausdrücklich: „Es liegt heute allerdings auch am guten Wetter, dass so viele Besucher hier sind und wir auch den Außenbereich nutzen können.“ Rund 400 Gäste schauten sich die zum Teil sehr spannenden Wettkämpfe an.

Insgesamt 710 Einzel- und 44 Staffel-Starts zählten die Veranstalter vom Polizeisportverein Union. Am erfolgreichsten waren dabei die Athleten des Deutschen Behindertesportverbandes, die 26 mal Gold, 12 mal Silber und 7 mal Bronze holten. Mit elf Gold-, vier Silber- und sechs Bronzeplätzen landete der PSV im Medaillenspiegel direkt dahinter. Angetreten waren knapp 30 Teams aus dem gesamten norddeutschen Bereich.

Wie es im kommenden Jahr weitergeht, steht laut Kirsten Bruhn noch nicht fest, dass es weitergeht aber schon: „Wir haben den 22. Juni 2019 schon terminiert und werden jetzt das Gespräch mit allen Beteiligten suchen“, kündigte sie an.

Das Bad am Stadtwald hatte dieses Jahr erstmals 43 Euro pro Bahn und Stunde für den Acht-Stunden-Wettkampf berechnet. Der Chef Tom Keidel hatte das mit dem Neubau der Halle begründet. Das früher genutzte Becken sei abgeschrieben gewesen, daher habe man es bisher kostenlos zur Verfügung stellen können. Gegen die Miete hatte sich zuletzt Widerstand auch in der Politik geregt.

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