Einfeld : Initiative gegen häusliche Gewalt

Diakonin Iris Bendzuk (links) und Deike Eumann-Ripp stellten die Initiative vor.
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Diakonin Iris Bendzuk (links) und Deike Eumann-Ripp stellten die Initiative vor.

Netzwerk setzt auf Prävention, Beratung und Unterstützung

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19. Juni 2014, 10:00 Uhr

Neumünster | „Häusliche Gewalt ist keine Privatangelegenheit“, sagt Diakonin Iris Bendzuk von der Kirchengemeinde Einfeld. Und Gewalt ist auch in diesem Stadtteil auf dem Vormarsch. Das jedenfalls bestätigte der Runde Tisch in Einfeld.

Eine neue Initiative will jetzt ein Stoppschild setzen. „Uns ist wichtig, dieses Tabuthema an die Oberfläche zu holen und zu sensibilisieren“, sagte Iris Bendzuk, als sie gemeinsam mit Deike Eumann-Ripp, der Koordinatorin des Familienzentrums Kita Einfeld, die Initiative jetzt im Stadtteilbeirat vorstellte.

Ein breit gespanntes Netzwerk von der Ärzteschaft über die Kirche, Schulen, Kitas, Sozialdienste bis hin zur Polizeistation in Einfeld hat sich die Ziele Beratung, Unterstützung und Prävention auf die Fahnen geschrieben. Und das für Zeugen, Opfer und Täter gleichermaßen. „Es soll niemand an den Pranger gestellt werden“, sagte Iris Bendzuk. Sie unterliegt wie Deike Eumann-Ripp der Schweigepflicht.

Mit Hilfe von Sponsoren ist ein Faltblatt entstanden, das Mitte Juli mit dem Gemeindebrief an alle Haushalte in Einfeld verteilt werden soll. In der Broschüre sind die Kontaktdaten von Iris Bendzuk und Deike Eumann-Ripp und auch die Netzwerkpartner genannt. Eine Zusammenarbeit erfolge nur mit Zustimmung der Betroffenen.

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