Nortorf : In Minuten bringt er es auf den Punkt

Der junge Filmemacher Moritz Schnack (von links), Schauspieler und Jurymitglied Heinz Hoenig sowie auch Hauptdarsteller Alexander Springer freuten sich über den Erfolg  in München.
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Der junge Filmemacher Moritz Schnack (von links), Schauspieler und Jurymitglied Heinz Hoenig sowie auch Hauptdarsteller Alexander Springer freuten sich über den Erfolg in München.

Moritz Schnack gewann mit seinem Film „Assimilation“ (Anpassung) in der Kategorie Schulprojekte.

shz.de von
24. November 2013, 07:00 Uhr

Großes Kino kommt nicht immer aus Hollywood: Beim 12. Camgaroo-Award, dem internationalen Filmwettbewerb für junge Amateur- und Independent-Filmemacher, gehört auch der Nortorfer Moritz Schnack zu den preisgekrönten Gewinnern.

Mehr als 700 Beiträge in verschiedenen Kategorien waren wieder bei der hochkarätig besetzten Jury, der unter anderem der Schauspieler Heinz Hoenig angehörte, eingereicht worden. Moritz Schnack gewann mit seinem Film „Assimilation“ (Anpassung) in der Kategorie Schulprojekte die begehrte Auszeichnung – und das im ersten Anlauf.

Unter dem Ausspruch der amerikanischen Schriftstellerin Rita Mae Brown „Der Lohn der Anpassung ist, dass alle dich mögen außer dir selbst“, entwickelte der 18-Jährige die Idee von einem jungen Mann, der sich in Jeans und T-Shirt von den Anzugträgern in seiner Umgebung verfolgt fühlt. Erst als er selbst gleichfalls in Anzug unter sie tritt, verschwindet der Spuk.

Bei der Preisverleihung im ausgebuchten Münchener Filmtheater am Sendlinger Tor hieß es zu „Assimilation“ zur Begründung aus der Jury, dass sowohl die aussagekräftige Story als auch der Schnitt und die Kameraführung die Auszeichnung unbedingt verdient hätten. „Das war schon aufregend und interessant, die vielen Mitbewerber und Jurymitglieder zu treffen“, sagte der Award-Gewinner.

Moritz Schnack besucht zurzeit den 13. Jahrgang der Alexander-von-Humboldt-Schule. Dort entstand auch sein fünfminütiger Festivalbeitrag, den er gemeinsam mit Mitschülern aus dem Kurs Darstellendes Spiel umsetzte. Die Hauptrolle übernahm mit Alexander Springer ebenfalls ein ehemaliger Humboldt-Schüler.

„Eigentlich war die Filmidee nicht für die Schule gedacht, doch nachdem ein offenes Casting nicht geklappt hat, habe ich meine Mitschüler und unseren Lehrer Ulrich Peters gefragt, ob sie mir die Stunden für das Projekt zur Verfügung stellen“, erzählte der Jungfilmer. Über „seine“ Schauspieler ist Moritz Schnack voll des Lobes, denn: „Sie haben das richtig ernst genommen und super gespielt“, berichtete er über die Dreharbeiten.

„Ich interessiere mich schon lange für das Filmen. Und bei Kurzfilmen hat man die Möglichkeit, Kritik in wenigen Minuten auf den Punkt zu bringen“, erklärte Schnack, der nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung zum audiovisuellen Medienkaufmann bei einem Fernsehsender machen möchte.

Zu sehen ist das Werk des Award-Gewinners unter www.youtube.com/watch?v=PnlNLGC9q8A.


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