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Holsteinischer Courier

22. Oktober 2017 | 18:33 Uhr

Grossharrie : In Großharrie wird gespart

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Für die Gewässerunterhaltung müssen Grundeigentümer jetzt zahlen. Die Kinderbetreuung geht weiter ins Geld.

shz.de von
erstellt am 06.Apr.2016 | 08:00 Uhr

Grossharrie | In Großharrie standen am Montagabend auf der Sitzung der Gemeindevertreter freiwillige Leistungen der Gemeinde auf dem Prüfstand. Die Ortspolitiker wollen trotz des durchaus guten Haushaltsabschlusses des vergangenen Jahres eine vorsichtige Haushaltsplanung fortsetzen.

Nach dem Jahresabschluss 2015 konnte den Rücklagen der Gemeinde ein Betrag von 112  000 Euro gutgeschrieben werden. Doch allein die jährlichen Kosten für die Kinderbetreuung sind drastisch in die Höhe geschnellt. Innerhalb eines Jahres musste die Gemeinde 20  000 Euro nachlegen. „Damit liegen die Kosten bei 52  000 Euro“, erklärte Bürgermeister Holger Nohrden in einer Beratung der Gemeindevertretung. Ein Problem stellen dabei die gegenüber älteren Kindern etwa doppelt so hohen Kosten für die Betreuung von Kleinkindern unter drei Jahren (U3) dar.

„Um den Kosten und im Bokhorster Kindergarten auch der knappen Platzsituation zu begegnen, ist die Einrichtung einer sogenannten Familiengruppe geplant“, erklärte Nohrden. In dieser gemischten Gruppe können bis zu 20 unter und über dreijährige Kinder zusammen betreut werden. „Für den damit verbundenen Umbau der Räumlichkeiten müssen voraussichtlich etwa 10  000 Euro investiert werden“, meinte Nohrden. Der Vorschlag wurde einstimmig befürwortet.

Mit einem einstimmigen Beschluss wurde auch die aus dem Finanzausschuss vorgeschlagene Umlage der Kosten für die Gewässerunterhaltung befürwortet, die bisher als freiwillige Leistung der Gemeinde aus dem Haushalt finanziert wurde. Das entspricht einer Haushaltsentlastung von rund 16  000 Euro. Dieser Betrag soll in Zukunft auf die Grundeigentümer umgelegt werden, wie es in anderen Gemeinden auch üblich ist. Die Höhe der Kostenverteilung soll jetzt in der Verwaltung ermittelt werden.

Kräftig gespart hat Großharrie auch beim Winterdienst. Ganze 770 Euro musste die Gemeinde in dem milden Winter ausgeben. Das sind rund 6000 Euro weniger als nach normalen Wintern. „Auch die Stromkosten sind gesunken“, berichtete Gemeindevertreter Lothar Hempel aus dem Haushaltsplan des vergangenen Jahres. Durch die Umstellung auf LED-Leuchten sind die Kosten für die Straßenbeleuchtung von etwa 6500 auf 5000 Euro gesunken. Außerdem wurde beschlossen, die Verkehrsinseln an den beiden Ortseingängen neu zu bepflanzen.

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