Kita-Warnstreiks : In Bordesholm gab es eine Notgruppe

Die Leiterin der Kita Birkenweg, Christine Conrad (Dritte von links), machte sich mit Kollegen auf nach Kiel zur Kundgebung.
Die Leiterin der Kita Birkenweg, Christine Conrad (Dritte von links), machte sich mit Kollegen auf nach Kiel zur Kundgebung.

Sechs Pädagogen hatten sich auf den Weg nach Kiel gemacht, um ihre Forderungen kundzutun.

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17. April 2015, 05:00 Uhr

Bordesholm | Zum ersten Mal folgte gestern die Kindertagesstätte Birkenweg in Bordesholm dem Aufruf der Gewerkschaft und beteiligte sich mit weiteren kommunalen Umland-Kitas am Streik. „Wir fordern neben einer besseren Bezahlung eine Aufwertung unserer Arbeit“, erklärte die Leiterin Christine Conrad. „Die Anforderungen wachsen, gerade die Inklusion verlangt viel Zeit. Wir brauchen entweder mehr Personal oder kleinere Gruppen“, meinte eine Kollegin.

Zu sechst hatten sich die Pädagogen nach Kiel aufgemacht, um vor dem Landtag ihre Forderungen kundzutun. Zwei Erzieherinnen aus Mühbrook hatten sich den Bordesholmern angeschlossen, weitere Kollegen wollten in Kiel dazustoßen. In beiden Häusern herrscht in der Elternschaft Verständnis für den Warnstreik. Die Elternvertreterin der Krippengruppe (Kita Birkenweg), Nadine Fietze, erklärte: „Wir haben Verständnis für die Forderungen. Erzieher sollten mehr verdienen. Das schafft auch Anreize, diesen wichtigen Beruf zu ergreifen. Es gibt zu wenig Erzieher.“

Die Kita Birkenweg hatte gestern eine Notgruppe eingerichtet, in der acht Kinder betreut wurden. Diese Lösung trug in der Elternschaft auch zur Akzeptanz bei. So kamen diejenigen, die keine Ausweichmöglichkeit in Sachen Betreuung hatten, nicht in eine ausweglose Situation.

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