Grossenaspe : Improvisation nach Wunsch

Manuel Gera
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Manuel Gera

Furioses Orgelkonzert in der Katharinenkirche mit Manuel Gera

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18. Februar 2014, 08:30 Uhr

Ein kleines Wunschkonzert aus den Reihen der 120 Besucher schloss die zweite Veranstaltung des Orgelzyklus’ in der Katharinenkirche zu Großenaspe. An der Orgel saß der Kirchenmusikdirektor der Hamburger St. Michaelis-Kirche, Manuel Gera.

Gera, der sich zuvor des Themas „Johann Sebastian Bach und die Kunst der freien Improvisation“ angenommen hatte, interpretierte unter anderem die Kirchenlieder „Jesu, meine Freude“ und „Christ, der du bist“ in bester Manier.

Ebenso beeindruckend spielte der ausgewiesene Improvisationsfachmann auch die Bach-Stücke „Adagio und Gegenfuge d-Moll“ und die Partita „Sei gegrüßet, Jesu gütig“. Bei diesen Werken setzte Gera sehr gekonnt die Möglichkeit der vorherigen Tonaufnahme an der elektrischen Kisselbach-Orgel ein, sodass gemeinsam mit der Magnussen-Orgel beide Instrumente zeitgleich erklangen.

Das für den aktuellen Orgelzyklus allen Künstlern vorgegebene Werk der bekannten „Toccata d-Moll“ erklang im Spiel von Manuel Gera dann in einer Perfektion, die die Zuhörer schlicht verzückte. Seine Variation über die Toccata, die ins Wien des 18. Jahrhunderts führte und geradezu mozartlich anmutete sowie auch seine hoch dramatischen Ausführungen in Anlehnung an das 20. Jahrhundert kamen bei den Besuchern gut an.

Einen weiteren Glanzpunkt setzte der Organist mit einer Variante, die er „Großenaspe 2014“ nannte. Diese kam leicht und melodiös daher, sodass man fast von einem poppigen Orgelspiel sprechen konnte. Den Besuchern gefiel das ganz offensichtlich, denn den Schlussapplaus spendeten diese nicht nur mit lautem Beifall, sondern auch mit begeistertem Fußgetrappel.

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