Saubere Feldmark : Immer mehr Müll liegt in der Natur

20 Freiwillige fanden sich am Sonnabend auf dem Schulhof zusammen, um die Knicks in Gadeland vom Abfall zu befreien.
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20 Freiwillige fanden sich am Sonnabend auf dem Schulhof zusammen, um die Knicks in Gadeland vom Abfall zu befreien.                                                                      Foto: Feuerwehr

Freiwillige Helfer in Faldera, Gadeland und Wittorf hatten am Sonnabend viel zu tun, um achtlos weggeworfen Unrat zu beseitigen.

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27. März 2017, 09:00 Uhr

Neumünster | Zahlreiche Kommunen beteiligten sich am Sonnabend an der traditionellen Aktion „Sauberes Schleswig-Holstein“. Auch in den Neumünsteraner Stadtteilen Faldera, Gadeland und Wittorf gingen wieder zahlreiche Bürger auf die Straße, um Fahrradwege, Gehsteige, Knicks und Wäldchen von Müll und Schmutz zu befreien.

In Gadeland waren rund 20 freiwillige Helfer im Einsatz. Der jüngste Teilnehmer war gerade 7 Jahre alt. „Wieder einmal war die Freiwillige Feuerwehr Gadeland ein unersetzlicher Partner bei der Aktion. Sie stellte die Hälfte der Truppe, die die Knicks in Gadeland vom Abfall befreit hat“, teilte Stadtteilvorsteher Dr. Volker Matthée mit. Gesammelt wurde entlang der Straßen Grellenkamp, Husberger Weg, Heldenhain, Segeberger Straße und auch entlang des Störwanderwegs. „Die Knicks an der Hartwigswalder Straße konnten wir leider nicht in Angriff nehmen. Die sind zu stark vermüllt. Dafür fehlte uns leider das Personal“, bedauerte der Stadtteilvorsteher.

Im Stadtteil Faldera trafen sich mehr als 20 Sammler, darunter Jugendliche der Gruppe Abenteuerland der Wicherngemeinde. Auch die Landtagsabgeordnete Kirsten Eickhoff-Weber sammelte mit. Mit Start am Ukerplatz wurde insbesondere entlang der Ehndorfer Straße, an der Flensburger Straße und auch am Wernerhagener Weg gearbeitet. Am schlimmsten sei es im Falderapark gewesen. „Hier haben wir ein halbes Kettcar gefunden. Auch ein Trimm-dich-Gerät im Park wurde offenbar kaputtgemacht. Teile davon haben wir aus dem Falderateich gefischt“, berichtete Stadtteilvorsteher Hans-Georg Stanull. Nur Kopfschütteln hatte er für manche Hundebesitzer übrig. „Die entferen mit den aushängenden Hundebeuteln zwar die Hinterlassenschaften ihres Tieres, den Beutel werfen sie dann jedoch ins Gebüsch oder in den Teich, obwohl es im Park reichlich Abfallbehälter gibt“, ärgerte er sich. Dennoch zeigte er sich mit der Aktion letztlich zufrieden. Acht 120 Liter-Säcke trugen die Sammler in zwei Stunden zusammen. „Besonders freue ich mich, dass diesmal viele Bürger und auch junge Leute mitsammelten“, bilanzierte Stanull. Am Ende lud Beiratsmitglied Wilfried Gripp alle Sammler zu sich nach Hause zu Kaffee und Kuchen ein.

Tatkräftig ging es auch wieder in Wittorf zu. Motiviert kamen im Feuerwehrhaus an der Mühlenstraße 40 Helfer zusammen, darunter der stellvertretende Stadtpräsident Bernd Delfs und CDU-Landtagskandidat Wolf Rüdiger Fehrs. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Stadtteilvorsteherin Sabine Krebs schwärmten die Freiwilligen im Stadtteil aus, konzentrierten sich dabei vor allem auf das Industriegebiet, zum Beispiel entlang der Gadelander- und Oderstraße. Am Ende trugen die Sammler rund 20 Kubikmeter Müll zusammen. „Die Bürger freuten sich, dass wir auch das Brückengeländer der Störüberführung an der Mühlenstraße gesäubert haben“, sagte Sabine Krebs. Die schlimmste Ecke sei der Parkplatz in Höhe des Pausentreffs an der Saalestraße gewesen. „Das kann man den freiwilligen Helfern nicht mehr zumuten“, sagte sie (der Courier berichtete).

In Einfeld wird am kommenden Freitag, 31. März, die Feldmark gesäubert. Treffpunkt der freiwilligen Sammler ist um 18 Uhr auf dem Hof Schröder am Looper Weg.



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