Neumünster : Immer mehr Krankentransporte

Peter Holtorf (links) und Peter Kleinjung vom Förderverein des Stadtfeuerwehrverbandes wollen die Ehrenamtskarte in diesem Jahr noch bekannter machen.
Peter Holtorf (links) und Peter Kleinjung vom Förderverein des Stadtfeuerwehrverbandes wollen die Ehrenamtskarte in diesem Jahr noch bekannter machen.

Gut 20 000 Mal rückten die Helfer 2017 aus. Umkleiden und Duschen für Frauen sind im Wehrhaus Einfeld zu weit voneinander entfernt

shz.de von
25. Januar 2018, 11:00 Uhr

Neumünster | Die Einsatzzahlen der Berufsfeuerwehr im Kranken- und Rettungsdienst sind auch 2017 weiter angestiegen. Gut 20 000 Mal rückten die Helfer aus.

„Wir haben damit in der vergangenen Zeit einen jährlich linearen Anstieg um durchschnittlich 600 Einsätze“, teilte Sven Kasulke, Chef der Berufsfeuerwehr, am Dienstagabend im Ausschuss für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz mit. Während die Zahlen im Rettungsdienst sich auf hohem Niveau stabilisierten, legten sie beim Krankentransport weiter zu.
SPD-Ratsherr Arno Jahner warnte davor, den Krankentransport an andere Träger zu übergeben. „Das ist bei der Berufsfeuerwehr in guten Händen“, lobte er die Mitarbeiter.

Laut Sven Kasulke wurde die Hilfsfrist von 12 Minuten in 95,82 Prozent der Fälle eingehalten. Die gesetzliche Quote von 90 Prozent sei damit erfüllt. Die Berufsfeuerwehr fahre dabei nicht nur im Stadtgebiet, sondern auch in den angrenzenden Gemeinden zu Einsätzen. Der Feuerwehrchef erläuterte den Ausschussmitgliedern zudem geplante Investitionen. So soll in den kommenden Jahren unter anderem ein neues Gebäude für den Katastrophenschutz auf dem Gelände des Gefahrenabwehrzentrums entstehen. Außerdem werde ein Konzept erstellt, welche technischen Hilfen die immer älter werdenden Rettungskräfte benötigen, um weiter alle Aufgaben erledigen zu können.

Einstimmig stimmte der Ausschuss den Einnahme- und Ausgabenplanungen der Freiwilligen Feuerwehren bei den Kameradschaftskassen zu (der Courier berichtete).

Bei den Planungen für die Erweiterung des Wehrhauses in Einfeld wurde moniert, dass die Frauen-Duschen und -Umkleiden räumlich zu weit auseinander liegen. Die Frauen müssten zunächst durch die Fahrzeughalle oder die Herren-Umkleide, um sich nach dem Duschen umziehen zu können, hieß es.

Vor der Ausschusssitzung zog auch der Förderverein des Stadtfeuerwehrverbandes ein Fazit vom vergangenen Jahr. So wurde die neue Satzung vom Amtsgericht Kiel ohne Beanstandungen genehmigt. „Damit haben wir die Möglichkeit, die Feuerwehren und Katastrophenschutzeinheiten in einem noch größeren Rahmen zu unterstützen“, sagten der Vorsitzende Peter Holtorf und Sprecher Peter Kleinjung. Sie betonten, dass die vor zwei Jahren eingeführte Ehrenamtskarte außerordentlich gut angenommen werde. 634 Karten seien bereits ausgestellt.

Neben den Neumünsteraner Wehren profitieren auch die Mitglieder aus Wasbek, Padenstedt, Ehndorf, Bönebüttel-Husberg und von der Wehr Tasdorf von den Vergünstigungen bei über 260 Firmen. „Wir wollen die Karte aber noch bekannter machen“, so Peter Kleinjung. Der Förderverein hat knapp 50 Mitglieder und kümmert sich um die Spenden an die Wehren.

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