zur Navigation springen

Kfz-Zulassung : Immer mehr Autofahrer ohne NMS unterwegs

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zahl der Autos nimmt weiter zu / Saisonkennzeichen sind beliebt

von
erstellt am 25.Feb.2015 | 05:00 Uhr

Neumünster | Die Straßen werden immer voller: Die Zahl der in Neumünster angemeldeten Fahrzeuge ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Rollten Ende 2013 noch rund 52 600 Kraftfahrzeuge durch Neumünster, waren es Ende 2014 schon mehr als 53 000.

Das ergibt sich aus dem jüngsten Jahresbericht der Kfz-Zulassungsstelle. Die Behörde an der Plöner Straße hat im vergangenen Jahr 3468 Neufahrzeuge zugelassen. Welche Marken am häufigsten angemeldet wurden, wird nicht erfasst. Gefühlt lagen jedoch VW, Opel, Ford oder Mercedes auf den vorderen Plätzen. Erfahrungsgemäß bevorzugten die Neumünsteraner in etwa die Automarken, die auch bundesweit im Trend liegen, erklärte dazu die Leiterin der Zulassungsstelle, Cathrin Hinz.

Den stärksten Zuwachs im Fahrzeugbestand verzeichnete ihre Behörde naturgemäß bei den Pkw: Ihre Zahl kletterte von 39 300 (2013) auf 39 800 . Daneben waren 2014 unter anderem 3200 Krafträder, 3000 Lkw, 661 Zugmaschinen, 78 Busse, 249 Wohnwagen und 265 Sonderfahrzeuge wie etwa Verkaufswagen in der Stadt unterwegs.

Neben den 3468 Neuwagen wurden an der Plöner Straße 6679 Gebrauchtwagen neu registriert, etwa von Haltern, die nach Neumünster umzogen. Immer beliebter werden auch die Saisonkennzeichen: 663 Autobesitzer und 1088 Motorradfahrer machten 2014 von der Möglichkeit Gebrauch, ihr Fahrzeug nur für wenige Monate anzumelden.

Kurios: Obwohl die absolute Zahl der in Neumünster zugelassenen Fahrzeuge weiter stieg, nahm die Zahl der NMS-Kennzeichen in den vergangenen Jahren leicht ab. Der Grund: Von 2010 bis Ende 2014 konnten Fahrzeughalter ihr altes Kennzeichen behalten, wenn sie innerhalb Schleswig-Holsteins umzogen oder auch nur ein Fahrzeug aus der Region kauften. In Neumünster machten in den vergangenen Jahren insgesamt 1831 Autobesitzer von dieser Regelung Gebrauch und sparten etwa die Kosten für einen neuen Satz Nummernschilder. Seit Januar 2015 gilt die Regelung in ähnlicher Form bundesweit, allerdings nur noch bei Umzug.

Ungebrochen ist der Trend der Autofahrer zum Wunschkennzeichen: 9240 Fahrzeughalter zahlten im vergangenen Jahr die Extragebühr von 10,20 Euro (inklusive Reservierung 12,80 Euro), um ihre Lieblingskombination aus Buchstaben und Zahlen auf dem Kennzeichen wiederzufinden. Am häufigsten ist dabei der Wunsch nach den eigenen Initialen oder einer gleichlautenden Zahlenreihe. Zumindest den Wunsch nach den Initialen könne die Zulassungsstelle dabei in aller Regel erfüllen, versichert Behördenleiterin Cathrin Hinz.

Sie warnt in diesem Zusammenhang allerdings vor dubiosen Geschäftemachern im Internet. Plattformen, die dort anbieten, sich um das Wunschkennzeichen zu kümmern, erweckten mitunter den falschen Eindruck, mit den fälligen Zahlungen seien auch die Gebühren der Zulassungsstelle abgedeckt. „Das ist falsch“, sagt die Fachfrau. Die Gebühren werden erst bei der Zulassung des Fahrzeuges fällig und sind dann vor Ort in der Zulassungsstelle zu zahlen.

STANDPUNKT

Klare Verhältnisse – oder?

 Klarer Fall: Wer wissen will, wer auf Deutschlands  Straßen das Sagen hat, braucht nur einen kurzen  Blick auf die Zulassungszahlen  zu werfen. Jahr für Jahr rollen mit schöner Regelmäßigkeit  mehr Autos auf Deutschlands Straßen. Irgendwie gut so, schließlich  lebt Deutschland zu einem guten Teil von der Autoindustrie.

 Aber bedeutet dass auch, dass wir unsere Verkehrsplanung mit Vollgas auf das Auto ausrichten müssen? Nein. Denn es gibt gute Gründe anzunehmen, dass der Trend   zu immer mehr Autoverkehr  nicht ewig andauert – ökologische, demografische, aber  auch Gründe, die mit unserer Lebensqualität allgemein zusammenhängen.  Selbst der begeistertste  Autofahrer geht nicht gern im Benzindunst  und Autolärm shoppen. Stadtplaner mit Weitsicht tun daher gut daran, auch andere Verkehrsbeziehungen in der Stadt sauber  zu strukturieren.  Auch in Neumünster lässt sich da noch einiges nachsteuern.

 

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen