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Holsteinischer Courier

21. Oktober 2017 | 20:36 Uhr

Immer für eine Überraschung gut

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Wahlkreis 6 dürfte es wieder spannend werden: Im Rennen um das Direktmandat spielen auch die kleinen Parteien eine Rolle

von
erstellt am 19.Sep.2013 | 00:31 Uhr

Der Countdown läuft: Am Sonntag wählt Deutschland einen neuen Bundestag. Im Wahlkreis 6 Neumünster /Plön haben rund 180 000 Bürger ab 18 Jahren die Wahl – und vieles spricht dafür, dass es im Wahlkreis wieder besonders spannend wird. Das liegt vor allem am Zuschnitt des WK 6, der politisch als ausgewogen gilt. Er reicht von Laboe im Norden Kiels bis Hohwacht im Osten und wird im Süden durch die sechs Gemeinden des Amtes Boostedt-Rickling begrenzt. Während der ländlich geprägte Osten traditionell eher konservativ wählt, gilt Neumünster als mit Abstand größte Stadt als rote Hochburg. Oder besser galt?

„Die Wahl wird in Neumünster gewonnen oder verloren“, hatte Dr. Philipp Murmann, damals wie heute Direktkandiat der CDU, noch kurz vor der Wahl vor vier Jahren die eigenen Parteifreunde eingeschworen. Er behielt Recht: Denkbar knapp, mit 36,3 Prozent gegenüber 35,4, setzte er sich damals in der Stadt gegen seine direkte Gegenspielerin Dr. Birgit Malecha-Nissen durch. Bei den Zweitstimmen (Parteistimmen) behielt die SPD in der Stadt mit einem Prozentpunkt Vorsprung (31,03 Prozent) knapp die Nase vorn. Das war allerdings kein Sieg zum Freuen, blieb das Ergebnis doch weit hinter den Traumergebnissen des inzwischen verstorbenen SPD-Abgeordneten Dr. Michael Bürsch zurück. Er hatte 2005 fast die Hälfte aller Neumünsteraner (49,21 Prozent) hinter sich vereint.

Jetzt kommt es erneut zum Duell zwischen Murmann und Malecha-Nissen, und in der SPD ist man durchaus guten Mutes, dass die Rückeroberung der roten Hochburg Neumünster gelingen könnte. Immerhin stand die Wahl 2009 unter dem Eindruck der großen Koalition, in der naturgemäß der große Partner für die Erfolge, der Juniorpartner für die Pleiten verantwortlich gemacht wird, argumentieren die Politstrategen. Diesmal sei die Ausgangssituation eine andere.

Möglicherweise spielten beim Wahlgang 2009 aber auch noch ganz andere Faktoren eine Rolle: Mit Sebastian Fricke (Grüne, 9,35 Prozent) und Esther Hartmann (damals Linke, 7,47 Prozent) hatten die kleinen Parteien den Platzhirschen bei den Erststimmen in der Stadt erstaunlich große Stimmanteile abgejagt. Diesmal stehen im Wahlkreis zwölf Parteien und neun Direktkandidaten oder Einzelbewerber zur Wahl. Es dürfte wieder spannend werden.

Die Direktkandidaten und Einzelbewerber im Wahlkreis stellt der Courier auf dieser Seite vor.

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