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Holsteinischer Courier

24. November 2017 | 04:51 Uhr

Kunstflecken : Imagewerbung für die Stadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Johanna Göb informierte über das Konzept des Kunstfleckens und gab Einblicke in ihre Arbeit.

shz.de von
erstellt am 05.Jul.2017 | 08:16 Uhr

Neumünster | Seit neun Jahren leitet Johanna Göb das Kulturbüro. „In dieser Zeit ist es ihr gelungen, der Neumünsteraner Kulturszene ein Profil zu geben“, sagte Günter Humpe-Waßmuth am Montagabend vor etwa 20 Gästen im Museum Tuch + Technik. Dessen Förderverein unter dem Vorsitz von Humpe-Waßmuth hatte Johanna Göb gebeten, in der Veranstaltungsreihe „Auf Tuchfühlung mit...“ über ihre Arbeit zu berichten.

Johanna Göb und ihr Team haben nicht nur Formate wie etwa die Kinobühne oder die Theaterstürmer etabliert und damit neue Zielgruppen erschlossen (1300 junge Leute besuchten das Theater im vergangenen Jahr), es ist ihr Verdienst, dass der Kunstflecken mit seinem hochkarätigen Programm mittlerweile zu den bedeutenden Kultur-Festivals in Schleswig-Holstein gehört. „Eine tolle Imagewerbung für Neumünster“, wie Humpe-Waßmuth sagte.

Bei der Vorstellung des aktuellen Programms hob Johanna Göb noch einmal das Konzept des Kunstfleckens hervor. „Die Mischung aus lokalen Künstlern und internationalen Stars führt zu einer gegenseitigen Befruchtung“, sagte die studierte Literaturwissenschaftlerin. „Bekannte Musiker aus aller Welt lieben den intimen Charme der Werkhalle und ziehen Besucher von weither an. Der Genuss, große Künstler in einer kleinen Halle zu erleben, hat sich inzwischen bis weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins herumgesprochen“, sagte die Programmmacherin.

Vom Bekanntheitsgrad des Festivals profitierten dann auch die lokalen Künstler, so Göb. Besucherzahlen von 8000 bis 8500 pro Jahr unterstreichen ihre Einschätzung. „Unsere Veranstaltungen sind mit 85 bis 90 Prozent ausgelastet“, sagte die Leiterin des Kulturbüros. Das freue sie zum Einen, weil das Programm auf großen Zuspruch stoße, und zum Anderen, weil die Eintrittsgelder einen Teil der Finanzierung garantierten. „Von der Stadt bekommen wir pro Festival 33  500 Euro. Die gehen für das Drumherum und die Bühnentechnik drauf“, erläuterte Johanna Göb.

Dank großzügiger Sponsoren und Stiftungen bleibt der Kunstflecken hochkarätig. „Für Bühne und Bestuhlung sorgt beispielsweise die Nordbau, das Museum mit seinen vielen ehrenamtlichen Helfern stellt uns die Werkhalle für einen Monat zur Verfügung“, freute sich Johanna Göb. „Wenn es um gegenseitige Hilfe geht, sind die Neumünsteraner immer zur Stelle. Ohne sie würde es nicht funktionieren“.

Die Veranstaltungsreihe „Auf Tuchfühlung...“ geht weiter. Am 11. September wird Monika Krebs Einblicke in das Werk und die Arbeitsweise des Neumünsteraner Fotografen Walter Erben geben.

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