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Holsteinischer Courier

17. August 2017 | 15:54 Uhr

DOC: : Im Parkhaus wird’s schon eng

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neuer Parkplatz mit 150 Plätzen soll wildes Parken rund um das Designer-Outlet-Center verhindern.

Neumünster | Das neue Parkhaus für Kunden des Designer-Outlet-Centers an der Oderstraße ist gerade mal ein halbes Jahr alt, aber offensichtlich schon wieder zu klein. Um auch in Spitzenzeiten das wilde Parken rund um das DOC möglichst zu vermeiden, will das Unternehmen in Absprache mit der Stadt einen weiteren Ausweichparkplatz mit rund 150 Stellplätzen schaffen.

Nach den Plänen der Stadt ist dafür das bislang als Baufläche ausgewiesene Eckgrundstück im Winkel Oderstraße/ Donaubogen direkt gegenüber vom Parkhaus vorgesehen. Entsprechende Pläne waren im Stadtteilbeirat Wittorf vorgestellt worden und liegen derzeit öffentlich aus.

Stadt und DOC-Betreiber McArthur-Glen reagieren damit auf Beschwerden von Anliegern und aus dem Stadtteilbeirat über zugeparkte Fahrbahnränder insbesondere an Oder- und Saalestraße. Offenbar scheuen insbesondere an starken Besuchertagen viele Autofahrer den Andrang vor dem Parkhaus und sichern sich stattdessen im Umfeld des siebenstöckigen Parkdecks eine freie Nische – mitunter unabhängig davon, ob das Parkhaus mit seinen rund 1330 Stellplätzen tatsächlich ausgelastet ist oder nicht. Auch die Mitarbeiter des DOC sollen künftig vorrangig diesen Parkplatz nutzen.

Der neue Parkplatz soll von der Saalestraße/Donaubogen aus erschlossen werden. Autofahrer, die von der Überführung über die Südumgehung kommen, sollen die neue Stellplatzfläche noch vor der Kreuzung Oderstraße über einen neu zu bauenden Rechtsabbiegestreifen ansteuern können. Eine Ausfahrt ist hier nicht vorgesehen.

Der Redder, der den neuen Parkplatz von dem bestehenden Ausweichparkplatz an der Südumgehung trennt, soll für eine Durchfahrt auf etwa 12 Metern durchbrochen werden. Die Ausfahrt von beiden Parkplätzen mit dann insgesamt etwa 800 Stellplätzen ist den Plänen zufolge dann ausschließlich über die Leinestraße möglich.

Als Ausgleich für den Redderdurchstich sollen auf der neuen Parkfläche rund 20 große Laubbäume gepflanzt werden. Den Appell des Naturschutzbeirates der Stadt, eine ähnliche Begrünung auch für den bestehenden Parkplatz einzufordern, um hier die „totale Versiegelung“ durch eine geschlossene Asphaltierung aufzubrechen, hatte die Stadt abgelehnt. Man könne nicht nachträglich in bestehendes Planungsrecht eingreifen, hieß es. Dieser erste Ausweichparkplatz für das Designer-Outlet-Center war bereits 2014 angelegt worden.

Mit den Stellplätzen auf dem DOC-Gelände und dem Parkhaus hat das Center nach der Erweiterung dann rund 2600 Parkplätze. Voraussichtlich im Juni/Juli wird sich der Bauausschuss mit den Plänen befassen.

 

STANDPUNKT

Verkehrsplanung gewinnt an Bedeutung

Die Investoren haben nicht zu viel versprochen. Die Anziehungskraft des Designer-Outlet-Centers  scheint offenbar ungebrochen. Auch nach der überraschend frühen Erweiterung  vor einem halben Jahr nimmt die Besucherzahl  des riesigen Einkaufsdorfes am Stadtrand offenbar immer noch  weiter zu. Das hat hat nicht nur Vorteile. Stadt und  DOC sind gut beraten, die Verkehrssituation  auch im weiteren Umfeld des Shopping-Centers im Auge zu behalten und rechtzeitig zu reagieren, damit sich die weit angereisten Besucher nicht auf den letzten Metern vor dem Ziel festfahren. Wildes Parken auch im weiteren Umkreis des DOC sollte  ein erstes Warnsignal sein. Offenbar hat man es erkannt.

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erstellt am 01.Apr.2016 | 08:00 Uhr

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