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Verkehrsstatistik : Im Kreis Plön stieg die Zahl der tödlichen Unfälle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Polizei in Kiel legte die Verkehrsstatistik vor. 3854 Unfälle gab es im Jahr 2014 insgesamt im Kreis Plön

Plön | In Kiel wurde die Verkehrsunfallstatistik des vergangenen Jahres für den Kreis Plön vorgestellt. Nach einem kontinuierlichen Abwärtstrend bei den tödlichen Verkehrsunfällen kam es 2014 erstmals seit 2008 wieder zu einer höheren Zahl von Todesopfern .

Insgesamt gab es sechs tödliche Verkehrsunfälle, 2013 war ein nur einer. Einer dieser schlimmen Unfälle ereignete sich auf der B 430 Höhe Husberger Moor. Dabei starb ein 18-Jähriger. Der Radfahrer überquerte am 29. Mai gegen 22 Uhr die Straße und wurde von einem Auto frontal erfasst. Der 45 Jahre alte Fahrer des VW Passat hatte trotz Vollbremsung keine Möglichkeit, den Unfall zu verhindern. Der junge Mann wurde meterweit durch die Luft geschleudert und war auf der Stelle tot. Sein Rad landete 20 Meter weiter im Straßengraben. Der Autofahrer wurde schwer verletzt.

Im Kreis Plön hat die Polizei im Kalenderjahr 2014 insgesamt 3854 Unfälle registriert, was einen Anstieg von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Wildunfälle haben mit knapp 37,4 Prozent wie auch in den Vorjahren den zahlenmäßig größten Anteil an allen Unfällen im Kreisgebiet. Die Zahl der Verletzten (667; Zahl aus 2013) sank im Gegensatz zu 2013 um 3,1 Prozent.

Die Gesamtzahl der Lkw-Unfälle (94) hat sich gegenüber dem Vorjahr um 56,7 Prozent gesteigert. Die Zahl der Verletzten erhöhte sich von 39 auf 79 Personen. 73,4 Prozent (71,1) der Lkw-Fahrer haben die Unfälle nach polizeilichen Ermittlungen selbst verursacht. Als Hauptursachen gelten Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot (11 Fälle), nicht angepasste Geschwindigkeit und die Missachtung der Vorfahrt (je 8 Fälle).

Die Zahl der Bus-Unfälle lag 2014 mit elf (7) über dem Niveau von 2013. Verletzt wurden hierbei sieben (7) Menschen. An den Unfällen waren ausschließlich Linienbusse beteiligt. Lediglich zwei der Unfälle haben Busfahrer verursacht.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Unfälle unter Beteiligung von motorisierten Zweiradfahrern um knapp fünf Prozent gestiegen. 63 Kradfahrer wurden bei den Unfällen verletzt, dazu kommen sechs Beifahrer. Ein Kradfahrer verstarb, nachdem er auf der B 430 mit einem PKW zusammengestoßen war.

Die Zahl der Unfälle, bei denen Kinder unter 15 Jahren beteiligt waren, ist gegenüber 2013 um 15 Fälle gesunken. 53 Kinder wurden verletzt, 2013 waren es 68. 29 (42) der Kinder wurden als Beifahrer im Pkw verletzt, 20 (16) als Radfahrer und vier (10) als Fußgänger. In 19 Fällen (7) haben Kinder den Unfall selbst verursacht. Insgesamt hatte es 54 Unfälle mit Kindern (69) gegeben.

In der Personengruppe über 65 Jahren gab es 187 Unfälle, was laut Polizei einer Steigerung von 12 Prozent gegenüber 2013 entspricht. 78 (68) Personen verletzten sich hierbei. 127 (104) der Unfälle haben die Senioren selbst verursacht, die meisten, 105 (87) als Fahrer eines Pkw. Die Hauptunfallursachen liegen hier in der Vorfahrtmissachtung (34 Fälle), Verstößen gegen das Rechtsfahrgebot (16 Fälle) sowie körperlichen beziehungsweise geistigen Mängeln oder Fehlern beim Abbiegen (je 12 Fälle).

Bei den Unfällen unter Alkoholeinfluss handelt es sich um den niedrigsten Wert der vergangenen zehn Jahre: 42 Unfälle wurden gezählt. Mit fünf Verkehrsunfällen unter Drogeneinfluss registrierten die Polizisten im Kreis Plön im vergangenen Jahr die gleiche Zahl wie 2013. Die Polizei in Kiel betonte, dass die Bekämpfung von Alkohol- und Drogendelikten im Straßenverkehr weiterhin einen hohen Stellenwert habe.

 


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erstellt am 02.Apr.2015 | 05:00 Uhr

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