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Übung mit Hundestaffel : Im Ernstfall zählt jede Sekunde

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Einsatz auf der Baustelle: Das Technische Hilfswerk übte im Sager-Viertel mit seiner Rettungshundestaffel die Suche nach Vermissten.

Neumünster | Dramatische Bilder boten sich Passanten am Donnerstagabend auf der Großbaustelle im Sager-Viertel: Mehrere Hunde bahnten sich ihren Weg durch die Trümmer und suchten in den Geröllbergen nach verschütteten Personen.

Was ernst wirkte, hatte jedoch lediglich Übungscharakter. Das Technische Hilfswerk (THW) war mit seiner Rettungshundestaffel vor Ort, um die Tiere auf Einsätze dieser Art vorzubereiten. „Solche Trainings finden ein bis zwei Mal pro Woche statt“, erklärte Alexander Stöhr, Gruppenführer des Fachbereichs Ortung. Die Tiere werden mit Hilfe der Übungen auch für die jährliche Prüfung fit gemacht, die Rettungshunde und Hundeführer ablegen müssen.

Bei der Übung im Sager-Viertel, die von 17 bis 21 Uhr dauerte, waren acht Hunde im Einsatz. „Pro Tier werden im Schnitt zwei Personen auf dem Areal versteckt, die von den Rettungshunden gefunden werden müssen“, sagte Stöhr. „Das Ziel ist, dass der Hund an einem fingernagelgroßen Loch riecht und daraufhin erkennt, dass zwei Meter unter ihm ein Mensch liegt“, erklärte der Gruppenführer. Wie lange das dauert, ist je nach Einsatzort unterschiedlich. „Je komplexer das Areal, desto höher der Zeitaufwand“, sagte Stöhr.

Zwei Jahre dauert es, bis ein Hund für den Einsatz in der Rettungshundestaffel ausgebildet ist. Gearbeitet wird mit verschiedenen Rassen, darunter Schäferhunde und Border Collies. „Am besten geeignet sind mittelgroße, arbeitsfreudige Tiere“, sagte Stöhr, „mit einem Mops kommen Sie nicht sehr weit.“

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erstellt am 03.Mai.2014 | 07:00 Uhr

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