zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

11. Dezember 2017 | 01:46 Uhr

Karl-May-Spiele : Im Einsatz für Winnetou & Co

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Reiner Stave aus Ruhwinkel wirkt als Kutschfahrer bei den Karl-May-Spielen mit

Schurken, Schießereien und schnelle Pferde – bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg (noch bis 7. September) wird den Zuschauern mit der Inszenierung „Unter Geiern“ einiges geboten. Auf der Bühne dabei ist erstmalig Reiner Stave aus Schönböken. Als versierter Fahrer sorgt der 57-Jährige hier für die professionellen Einsätze der Westernkutschen, die sowohl die Guten als auch die Bösen in dem rasanten Schauspiel um Recht und Ordnung befördern.

„Auf der Bühne bin ich zum ersten Mal dabei. Aber Lampenfieber habe ich nicht. Da bin ich vor einem Turnier aufgeregter. Manchmal kann ich dann mittwochs schon nicht mehr schlafen“, erzählt der Kutscher schmunzelnd. Die Pferde, die am Kalkberg zum Einsatz kommen, gehören zwar der Karl-May GmbH, doch Reiner Stave kennt die Tiere genau. Seit acht Jahren stehen sie in seinem Einstellbetrieb, um außerhalb der Saison gepflegt und trainiert zu werden. Hier wird dann alles geübt, was für den reibungslosen Auftritt in einem vollbesetzten Amphitheater vor bis zu 7000 Zuschauern notwendig ist.

„Wenn wir mit den Tieren arbeiten, lassen wir nichts aus. Dann müssen sie durch jede Pfütze durch. Auch an das Rascheln von Folien und Feuer werden sie gewöhnt, ebenso an Schüsse und Explosionen. Dafür kommt dann meine Schreckschusspistole zum Einsatz“, erklärt der Trainer, der neben dem Kutschfahren auch ein begeisterter Jagdreiter ist.

Ab April geht es dann für die Friesen-Mecklenburger „Tore“, „Karino“ und „Turina“ sowie für den Gelderländer „Shadow“ in die Proben. In der Arena wird mit dem Team wochenlang am Feinschliff für die Auftritte mit Old Shatterhand und Winnetou gearbeitet.

Doch die Vierbeiner feiern ihre Erfolge nicht nur in Bad Segeberg. Reiner Stave fährt mit seinen „Stars“ auch erfolgreich auf Turniere. „Da laufen sie ganz vorne mit“, freut sich der Trainer hier besonders.

Denn, auch wenn ihm das Schauspielern Spaß macht, seine eigentlich Liebe gehört dem Sport – und natürlich seiner Frau Marion (57). Diese hält ihrem „Westernhelden“ während der gut zweimonatigen Spielzeit zuhause auf dem Hof den Rücken frei.




zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen