OB-Wahl : „Ich werde ein paar Tage ausspannen“

Trostspenderin: SPD-Parteichefin Kirsten Eickhoff-Weber (links) nahm Elke Christina Roeder nach der Niederlage in den Arm.
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Trostspenderin: SPD-Parteichefin Kirsten Eickhoff-Weber (links) nahm Elke Christina Roeder nach der Niederlage in den Arm.

Elke Christina Roeder im Courier-Interview über die Niederlage und ihre Pläne

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12. Mai 2015, 12:00 Uhr

Frau Roeder, die SPD-Vorsitzende Kirsten Eickhoff-Weber bescheinigt Ihnen, einen engagierten, aufreibenden Wahlkampf gemacht zu haben, dennoch haben Sie eine empfindliche Wahlniederlage hinnehmen müssen. Woran lag es?

„Wir haben aus sehr vielen Gesprächen mit den Bürgern erfahren, dass wir die richtigen Themen besetzt haben. Dass die Menschen, die es direkt betrifft, nicht zur Wahl gegangen sind, bereitet mir Sorge – und ich denke, es ist ein Problem der Demokratie, wenn zwei Drittel der Bürger resigniert haben und gar nicht mehr zur Wahl gehen.“


Sie haben sich erst Anfang November 2014 erstmals als OB-Kandidatin der SPD vorgestellt, sechs Monate vor der Wahl. War das nicht zu spät, um als Kandidatin von außerhalb den Amtsinhaber vom Sockel stoßen zu können?

„Ich habe bis zum 31.10 2014 in Bad Pyrmont meinen Job bis zum letzten Tag ordentlich zu Ende gebracht. Wir haben Anfang November mit der SPD erst intern und dann mit dem Plan, den wir uns vorgenommen hatten, angefangen Wahlkampf zu machen.“


In der Stadt wird kolportiert, dass Sie im kommenden Jahr die Nachfolge des scheidenden Ersten Stadtrats Günter Humpe-Waßmuth antreten möchten. Ist da etwas dran? Wo sehen Sie Ihre berufliche und politische Zukunft? Bleiben Sie Neumünster erhalten?

„Wo auch immer das Gerücht herkommt, mir war es bisher nicht bekannt. Wir sitzen heute Abend (Montag) das erste Mal zusammen und werden das Wahlergebnis für uns analysieren. Ich werde danach ein paar Tage ausspannen und dann für mich entscheiden, wie es weitergeht.“

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