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Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 19:05 Uhr

"Ich werde dem VfR immer verbunden bleiben"

vom

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Hamburg | In der 80. Minute der Auswärtspartie beim FC St. Pauli II war nicht nur der Arbeitstag, sondern auch der 16-jährige Einsatz von Marinko Ruzic im Dress des VfR Neumünster beendet. Mit 413 Meisterschaftseinsätzen für Rasensport hat der 35-Jährige hinter dem heute noch für den A-Klassisten TS Einfeld III aktiven Dirk Slominski (424) die zweitmeisten Spiele für die Lila-Weißen überhaupt bestritten. Der Courier sprach mit Ruzic.

Was ist Ihnen durch den Kopf gegangen, als Sie in der 80. Minute vom Platz gingen, um gegen Burhan Gülbay ausgewechselt zu werden?

Ruzic: Ehrlich gesagt, nicht viel. Denn es war ja schon länger klar, dass das mein letztes Spiel für den VfR sein würde. Daher war der Augenblick für mich nicht besonders emotional. Ich bin ja auch in einem Alter, wo man alles ein wenig ruhiger angehen lässt (lacht).

Sie hätten mutmaßlich mit nur einer weiteren Saison Dirk Slominski vom VfR-Thron gestoßen. War das kein Anreiz, noch ein Jahr an der Geerdtsstraße dranzuhängen?

Ich hatte ein Angebot, beim VfR bleiben zu können - allerdings als Co-Trainer. Dann hätte ich mich auf den Job an der Seitenlinie konzentrieren müssen und es wohl eh nicht mehr geschafft, Slo mins ki zu überholen.

Ihr letztes VfR-Spiel war leider keines, das rein sportlich betrachtet in langer Erinnerung bleiben dürfte ...

Das ist korrekt. Bei uns hat unterm Strich nichts gestimmt. Das Wetter und der tiefe Platz passten wunderbar dazu. Vor den Gegentoren haben wir dumme Fehler gemacht, die Niederlage war letztlich unnötig. Allerdings kann uns dieses 1:4 bei St. Pauli II egal sein, schließlich sind wir Sechster und somit bester Aufsteiger geblieben.

Wie fällt Ihr VfR-Resümee aus?

Es gibt sehr viele schöne Erinnerungen, ich habe ja diverse Höhen mitgemacht. Allerdings darf man natürlich auch die Tiefen nicht vergessen. Davon gab es ebenfalls einige. Ich werde dem VfR immer verbunden bleiben, freue mich aber nun auf meine neue Aufgabe beim PSV. Vielleicht ist es sogar ganz gut, zum Ende der Laufbahn noch mal etwas Neues zu erleben.

Was nehmen Sie mit zum PSV?

Viel Erfahrung und das Trikot aus meinem letzten VfR-Spiel - auch wenn ich das drüben an der Stettiner Straße ja gar nicht brauchen werde.

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