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Wasbek : Hundemeisterschaft: Sieg mit einem Punkt Vorsprung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Schleswig-Holsteiner landeten bei dem Wettbewerb in Wasbek auf dem zweiten Platz.

shz.de von
erstellt am 15.Jun.2016 | 08:00 Uhr

Wasbek | Die Norddeutsche Mannschaftsmeisterschaft für Gebrauchshunde konnte kaum knapper ausfallen: Das Team aus Mecklenburg-Vorpommern ging vor etwa 250 Zuschauern mit 706 Punkten als Meisterschaftssieger hervor. Dicht gefolgt von den Schleswig-Holsteiner Hundesportlern, die nur einen einzigen Punkt weniger erzielten; im Übrigen dieselbe Punktzahl wie im vergangenen Jahr. Damals rangierten die Schleswig-Holsteiner damit jedoch nur auf Platz 4. Ausgerichtet wurde die Meisterschaft in Wasbek.

Die Mannschaft Weser-Ems kletterte am Sonntag auf das dritte Treppchen mit 669 Punkten, und die Titelverteidiger vom Landesverband Hamburg mussten sich mit einem Schnapszahlergebnis (666 Punkte) und dem letzten Platz begnügen. Bereits am Sonntagmorgen um 9 Uhr ging das erste Mensch-Hund-Gespann auf der Anlage des Vereins für Hundesport (VfH) Wasbek am Bramsweg an den Start. „Gefordert sind Unterordnung und Schutzdienst. Fährte machen wir nicht, weil es ein rein freundschaftlicher Wettkampf ist“, sagte Prüfungsleiter Hans-Jürgen Freitag. Jede Mannschaft trat mit fünf Hundesportlern an. Das Wetter gestaltete sich kühl und mit Nieselregen unfreundlich für die Menschen, aber deutlich angenehmer für die Hunde.

Bei der Unterordnung ist absoluter Gehorsam gefordert. „Das Tier muss dem Menschen aufs Wort gehorchen“, sagte Freitag. Zudem darf sich der Hund bei der Übung nicht davon beeindrucken lassen, wenn etwa ein Knall über den Platz hallt, oder eine Menschengruppe passiert werden soll. Auf Kommando muss der Hund über die Trainingsanlage laufen und abermals auf Wort seines Menschen unverzüglich „Platz“ machen, sobald das Kommando kommt. „Für jede Übung vergeben wir maximal 100 Punkte. Es gibt Abzüge, wenn etwas nicht rund läuft“, sagte der Prüfungsleiter.

Insbesondere beim Schutzdienst ist absoluter Gehorsam ein Muss. Dabei geht es um den Kampf um die Beute. Zunächst läuft der Hund verschiedene Reviere ab, um den Schutzdiensthelfer zu finden. „Der Schutzdiensthelfer ist immer im sechsten Revier. Das wissen auch die Hunde. Dennoch müssen sie die anderen Reviere ablaufen und dürfen nicht gleich zum sechsten Revier durchstarten“, hieß es. Der Schutzdiensthelfer wird dann von dem Hund verbellt. „Das Tier soll Druck machen, darf den Schutzdiensthelfer aber nicht belästigen, zum Beispiel nicht in seinen geschützten Arm beißen.“ Fehlverhalten kann im Schutzdienst auch schnell zur Disqualifikation führen. „Insgesamt ist es wichtig, dass jedes Tier alle Übungen mit Freude macht. Eine offensichtliche Belastung eines Hundes würde streng abgewertet werden“, betonte Hans-Jürgen Freitag.

Unterstützt wurde er von den Leistungsrichtern Torsten Müller (Hamburg), Thomas Junker (Weser-Ems), Jörg Schmietendorf (Mecklenburg- Vorpommern) und Bärbel Wilken (Schleswig-Holstein). Alle vier Jahre ist Schleswig-Holstein Gastgeber der Norddeutschen Mannschaftsmeisterschaften für Gebrauchshunde. Bereits 2008 und 2012 wurden sie in Wasbek ausgetragen. 






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