Bönebüttel : Hundehalter sollen zur Räson kommen

Wie Bürgermeister Udo Runow erklärte, gibt die Gemeinde  viel Geld für Hundetoiletten aus. Davon müssen einige – wie diese rechts im Bild – erneuert werden.
Wie Bürgermeister Udo Runow erklärte, gibt die Gemeinde viel Geld für Hundetoiletten aus. Davon müssen einige – wie diese rechts im Bild – erneuert werden.

Die Hundesteuer wird erhöht. Hundebesitzer ignorieren die Hundetoiletten, und Grünstreifen sind verschmutzt.

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05. März 2014, 09:00 Uhr

Bönebüttel | In Bönebüttel verhalten sich die Hundehalter oft rücksichtslos. Unter anderem auch deswegen sollen sie jetzt zur Kasse gebeten werden: Der Finanzausschuss schlägt vor, die Steuer für den ersten Hund zu verdoppeln.

„Viele Hundehalter nehmen wenig bis gar keine Rücksicht auf ihre Mitmenschen“, findet Bürgermeister Udo Runow (SPD). Manche Rabatten und Grünstreifen könnten nur mit Gummistiefeln und Mundschutz gemäht werden. Etwa die Hälfte der Hundebesitzer ignoriere auch die von der Gemeinde aufgestellten Hundetoiletten. Allein für die Hundetoiletten und die Entsorgung gibt die Gemeinde viel Geld aus, hieß es im Finanzausschuss. Die Hundesteuer dagegen liegt in Bönebüttel gerade einmal bei 20 Euro für der ersten Hund, 36 Euro für den zweiten und 60 Euro für jeden weiteren Hund. Das soll sich ändern. Künftig soll die Gemeinde 40 Euro für den ersten Hund, 60 Euro für einen Zweithund und 90 Euro für jeden weiteren Hund erheben, so die Empfehlung aus dem Finanzausschuss. Auf eine Sonderbehandlung sogenannter Gefahrhunde wollen Bönebüttels Ortspolitiker verzichten. „Die Anhebung ist immer noch moderat“, meinte Finanzchef Rüdiger Beyme.

Nach Vorgaben aus dem Innenministerium sind die Gemeinden gehalten, die Hebesätze auszuschöpfen. Ähnlich wie Bönebüttel strukturierte Gemeinden würden beim ersten Hund bei 40 bis 60 Euro liegen. In Neumünster kostet bereits der erste Hund 110 Euro. Die Steuersätze sind für alle Hunde gleich, ob Deutsche Dogge, Mischling oder Rehpinscher. Ausnahmen gibt es nur für Blindenhunde, anerkannte Jagdhunde und Zwingerhunde. Etwa 9900 Euro an Hundesteuer könnte die Gemeinde nach der Erhöhung einnehmen.

Außerdem wurde im Finanzausschuss die Neufassung der Geschäftsordnung der Gemeindevertretung befürwortet. Zu den formellen Änderungen zählt unter anderem die Berücksichtigung der weiblichen Form. „Ein schwieriges Thema bleibt in Bönebüttel die Unterbringung von Asylbewerbern“, berichtete Udo Runow. Die Gemeinde muss voraussichtlich noch fünf Bewerber aufnehmen, verfügt aber nicht über geeigneten Wohnraum. Daher sind private Vermieter gefragt. Infos gibt es beim Bürgermeister.

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