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Tiersegnung : Hund, Katze, Meerschwein & Co bekamen den Segen

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

An der St. Maria-St. Vicelinkirche fand die erste Tiersegnung statt. Neben Hunden und Katzen war auch eine exotische Bartagame dabei.

Neumünster | Hunde waren in der Überzahl bei der ersten Tiersegnung an der St. Maria-St. Vicelinkirche. Eine Katze, mindestens drei Meerschweinchen, ein Kaninchen und – als einziger Exot – eine kleine Bartagame ließen sich am Sonnabend von Kaplan Alexander Görke mit Weihwasser besprenkeln.

Etwa 30 Tiere wurden am Gotteshaus gezählt. „Ich hatte überhaupt keine Vorstellung, was auf uns zukommen wird. Ich bin erfreut, dass auch Menschen gekommen sind, die nicht unserer Gemeinde angehören“, sagte der Kaplan. Die Tiersegnung am Gedenktag von Franz von Assisi sollte zunächst für die Kinder der Erstkommunion angeboten werden. „Dann hatten wir uns überlegt, es öffentlich zu machen“, sagte der Geistliche. Wie der Heilige Franz von Assisi einst lehrte, Tieren mit besonderer Sensibilität zu begegnen, forderte auch Kaplan Görke in seiner Predigt, „Tiere zu bewahren und auf sie aufzupassen“.

Helga Buekens aus der Innenstadt kam mit ihrem Mini-Chihuahua Pelle (7) zur Kirche. „Seit dem Tod meines Mannes ist Pelle mein treuer Begleiter. In den ganzen Jahren war er noch nie krank. Ich möchte ihn segnen lassen, damit er noch ganz alt werden kann“, sagte sie. Für Kathrin Sawade, sie kam mit ihrem Airdale Terrier Paul (11) aus Boostedt, ist eine Tiersegnung eine selbstverständliche Zeremonie. „Tiere sind zu so wichtigen Begleitern in unserem Leben geworden, warum sollen sie dann nicht auch den Segen bekommen?“, fragte sie. Ingrid Leisen aus der Böcklersiedlung, sie hatte ihren Brabanter Mopsi (2) zur Segnung mitgebracht, würde sich sogar regelmäßige Gottesdienste für Tiere wünschen. „Es gibt ja sogar Motorradgottesdienste, aber keinen für Tiere“, meinte sie.

Die tierische Vielfalt vor der Kirche hätte durchaus noch andere Ausmaße annehmen können. „Eine Familie in unserer Gemeinde, die einen Bauernhof hat, wäre mit Kühen und Pferden gekommen. Bedingt durch die Baustellen konnten sie jedoch nicht vorfahren“, verriet Gemeindereferentin Julia Weldemann. Vielleicht beim nächsten Mal.

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erstellt am 06.Okt.2014 | 13:00 Uhr

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