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Holsteinischer Courier

12. Dezember 2017 | 04:03 Uhr

Bauarbeiten : Hufeisenweg kommt nicht zur Ruhe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Anwohner ärgern sich, dass schon wieder gebuddelt wird. Stadtwerke: Anlieger müssen nichts bezahlen.

Neumünster | Horst Hamann aus dem Hufeisenweg in Einfeld fehlen die Worte. Erst vor fünf Jahren wurde der Hufeisenweg komplett ausgebaut, und die Anlieger mussten das teuer bezahlen. „Jetzt wird wieder gebuddelt, herzlich willkommen in Schilda“, so Hamann.

Durch einen Wurfzettel der Tiefbaufirma wurden er und die anderen Anlieger informiert, dass von Mitte März an in den kommenden vier Monaten die Gasleitungen saniert und Leerrohre für die Lichtwellenleiter der Stadtwerke verlegt werden. „2011 war die ganze Straße auf und alle Leitungen lagen frei. Da hätte man die Gasleitung doch machen können“, sagte Hamann. Außerdem stellte er die Frage, was mit den lilafarbenen Leerrohren geschehen ist, die bei der damaligen Straßenbaumaßnahme verlegt wurden. Hamann: „Doppelt hält besser, oder wie muss man das verstehen?“ Letztlich würden so öffentliche Gelder verbrannt.

Stadtwerke-Sprecher Nikolaus Schmidt wies die Kritik zurück und stellte klar: „Die Anlieger müssen nichts bezahlen. Wir als Stadtwerke sind in den Gehwegen unterwegs. Alle Grundstücke bleiben zugänglich, auch für Autos.“

Richtig sei, dass die Stadt vor fünf Jahren die Straße ausgebaut habe und die Stadtwerke sich damals mit einer eigenen Baumaßnahme „mit drangehängt haben“. 2011 seien Hausanschlüsse erneuert worden. „Die Gasleitung wurde damals nicht erneuert, weil man davon ausging, dass das nicht notwendig ist“, sagte Schmidt. Heute gebe es dazu einen anderen Kenntnisstand. „Die Gasleitungen müssen erneuert werden“, so Nikolaus Schmidt.

Die damals verlegten lilafarbenen Leerrohre seien auch nicht überzählig oder doppelt, sondern gleich mit den Hausanschlüssen gelegt worden. Jetzt werde die Hauptleitung für das schnelle Glasfasernetz der Stadtwerke verlegt, um den Stadtteil Einfeld für das schnelle Internet zu erschließen. „Der Bürgersteig wird nach den Arbeiten fachgerecht wieder hergestellt“, versicherte SWN-Sprecher Nikolaus Schmidt.

Einfelds Stadtteilbeiratsvorsitzender Sven Radestock kann verstehen, dass das Schreiben der Tiefbaufirma die Anlieger erstmal aufhorchen ließ. Für ihn klinge die Erklärung der Stadtwerke aber plausibel, sagte Radestock und glaubt: „Dass keine Anliegerbeiträge zu zahlen sind, hilft hoffentlich über die erste Aufregung hinweg.“

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