Krötenwanderung : Huckepack zum Falderateich

Den Kröten auf der Spur:  Stolz präsentieren  Debby (links) und Eileen ihre Ausbeute. Acht Kröten  haben sie aufgestöbert – und so wahrscheinlich vor dem Verkehrstod bewahrt.
Den Kröten auf der Spur: Stolz präsentieren Debby (links) und Eileen ihre Ausbeute. Acht Kröten haben sie aufgestöbert – und so wahrscheinlich vor dem Verkehrstod bewahrt.

Wichernschüler halfen bei der Krötenrettung / Mit Eimer und Taschenlampe auf der Suche nach Amphibien

23-2501581_23-57193236_1387553880.JPG von
25. März 2014, 06:30 Uhr

Der erste Kontakt ist noch etwas spröde: „Oh Mann, der ist ja ganz kalt“, entfährt es Charlotte (12), als sie das kleine Erdkrötenmännchen vorsichtig in ihre Hand setzt. Kurt Fehrmann, Schulassistent an der Wichernschule, nutzt das sofort, um einzuhaken: „Stimmt, Erdkröten fahren ihre Körpertemperatur im Winter auf 3 bis 4 Grad zurück. Wenn du still hältst, bleibt er sitzen, um sich aufzuwärmen.“ Tatsächlich scheint sich das kleine Erdkrötenmännchen in Charlottes Hand wohlzufühlen, und auch Charlotte gewöhnt sich an die Kröte.

Die Wichernschülerin und ihre Klassenkameradinnen Eileen(12) und Debby (11) bildeten jetzt das Krötenretter-Team, das Kurt Fehrmann zum Falderateich begleitete. Seit Jahr und Tag hilft der Naturfreund den Erdkröten aus deren Revier zwischen Log-In und Böcklersiedlung, ihr traditionelles Laichgewässer, den Falderateich, sicher zu erreichen. Damit die Tiere auf ihrer Wanderung nicht auf der breiten Wasbeker Straße plattgefahren werden, sammeln Fehrmann und seinen kleinen Helferinnen Charlotte, Debby und Eileen die Tiere vorsichtig in kleinen Eimern, um sie anschließend über die Straße zum Teich zu verfrachten.

Das klingt einfach, hat aber seine Tücken: Denn die Kröten machen sich ausschließlich in den Abendstunden – vorzugsweise bei Nieselregen – auf den Weg: Eileen, Debby und Charlotte müssen daher schon ganz genau hinschauen, um die kleinen Wanderer im Kegel der Taschenlampe im feuchten Gras zu entdecken. Besonders fasziniert sind sie natürlich von den dicken Weibchen, die ihre Männer huckepack durchs Gelände tragen. „Die haben aber ganz schön zu schleppen“, staunt Eileen.

Nach gut anderthalb Stunden ist es für diesen Abend geschafft. 48 kleine Kröten werden am Teichufer ausgesetzt. Sie haben es für dieses Jahr geschafft – mit Hilfe der Schülerinnen. Das gibt ein gutes Gefühl.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen