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Holsteinischer Courier

24. August 2017 | 09:19 Uhr

Umgezogen : Hospiz-Zentrum mit neuer Adresse

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Hospiz-Initiative hat nach fast 20 Jahren endlich ein zentrales Zuhause. In der Moltkestraße 8 entsteht ein landesweit einmaliges Angebot.

Neumünster | Wer Kontakt mit der Hospiz-Initiative aufnehmen wollte, hatte bisher keine zentrale Anlaufstelle: Das Büro des ambulanten Hospiz-Dienstes war bei der Pflege-Diakonie am Kantplatz, Veranstaltungen zur Trauer- und Sterbebegleitung fanden in den Kirchengemeinden oder in der Familienbildungsstätte im Parkcenter statt. „Die Aktivitäten unseres Vereins waren über die ganze Stadt verstreut“, sagt Dr. Norbert Spilok, 1. Vorsitzender der Hospiz-Initiative.

Aber damit ist jetzt Schluss. Spilok hat für den Verein einen zentralen Standort gefunden. Die neue Adresse: Moltkestraße 8. „Damit ist für uns ein Traum wahr geworden“, so Spilok. Seit der Gründung der Initiative vor beinahe 20 Jahren habe man schon nach einem geeigneten Haus gesucht.

Im Laufe des Januars ist der Verein umgezogen. Gestern präsentierte der Verein das frisch sanierte Hospiz-Zentrum der Öffentlichkeit. Die alte Villa gehört zum Altenpflegeheim Ansgarstift. „Die frühere psychiatrische Tagesklinik stand zwei Jahre leer, wir hatten viel zu tun“, erklärte Spilok. Eine halbe Million Euro wurden vom Landesverein der Inneren Mission investiert. Entstanden sind auf 280 Quadratmetern unter anderem zwei Seminarräume, in denen die Ehrenamtlichen für die Hospiz-Arbeit ausgebildet werden. Der ambulante Hospiz-Dienst hat zwei moderne Büros bezogen, außerdem gibt es eine Bibliothek für Fachliteratur. Besonders stolz ist der Verein auf ein neues Angebot, das durch den Umzug möglich wurde. „Als erster ambulanter Hospiz-Dienst in Schleswig-Holstein bieten wir Ruheräume an“, erklärt Vorstandsmitglied Erika Koepsell. Im sogenannten „stillen Bereich“ können Trauernde „Luft holen, wenn sie am Ende ihrer Kräfte sind“, so Koepsell weiter. Wie genau das Betreuungsangebot dabei aussehen wird, werde sich von Fall zu Fall zeigen. Was es aber definitiv nicht geben wird, sind Hospizbetten. „Dafür ist erstens kein Platz und zweitens ist Neumünster mit der Palliativstation im Friedrich-Ebert-Krankenhaus – mit der wir eng zusammen arbeiten – gut betreut“, erklärte Spilok.

Jetzt besteht die nächste Aufgabe darin, das Haus mit Leben zu füllen. Den Anfang machten gestern Abend die Mitglieder bei einer Einweihungsfeier. Denn das Hospiz-Zentrum soll auch ein Ort der Begegnung und Besinnung für die ehrenamtlichen Mitarbeiter werden, die oft unter starker psychischer und physischer Belastung stehen. 2013 betreuten sie in 2500 Stunden 150 Schwerkranke.

>Die Hospiz-Initiative steht fast täglich (nach Terminabsprache) zur Verfügung. Tel. 33 37 67 oder www.hospiz-neumuenster.de

 

 

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erstellt am 27.Feb.2014 | 06:00 Uhr

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