Daldorf : Holz unter dem Hammer

Fast muten die schwarzen von Pilzen stammenden Linien im Stamm der Trüffelbuche wie eine Zeichnung an. „So ausgeprägt ist das nicht alle Tage zu sehen“, meinten Hans-Caspar Graf zu Rantzau, Vorsitzender des Privatwaldbesitzerverbandes (links), und Jan Zulys von der Holzagentur.
Fast muten die schwarzen von Pilzen stammenden Linien im Stamm der Trüffelbuche wie eine Zeichnung an. „So ausgeprägt ist das nicht alle Tage zu sehen“, meinten Hans-Caspar Graf zu Rantzau, Vorsitzender des Privatwaldbesitzerverbandes (links), und Jan Zulys von der Holzagentur.

Bei der 46. Wertholzauktion in Schleswig-Holstein wurden 17 Arten versteigert.

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23. Februar 2018, 08:45 Uhr

Daldorf | 17 Baumarten von der Esche bis zu Eichen, Ulmen, Buchen, Ahornbäumen, Platanen und Robinien und Seltenheiten wie einer Eibe oder einer sogenannte Trüffelbuche wurden in den vergangenen drei Wochen von den Holzkäufern auf den Lagerplätzen in Lanken und Daldorf begutachtet. Insgesamt erbrachte die Auktion rund 1,378 Millionen Euro.

„Auch wenn das Gesamtergebnis der Wertholzsubmission nicht ganz an das Vorjahr heranreicht, dürfen die Holzverkäufer sowohl aus dem Landeswald wie auch aus den Privatforsten zufrieden sein“, erklärte Harald Nasse aus den Landesforsten gestern auf dem Holzlager- und Auktionsplatz in Daldorf. Die Wertholz-Submissionen werden einmal im Jahr gemeinsam von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur für private und kommunale Waldbesitzer und von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten auf dem Wertholzlagerplatz Daldorf und zeitgleich von den Kreisforsten Herzogtum Lauenburg und dem Stadtwald Lübeck auf dem Lagerplatz Lanken im Herzogtum Lauenburg ausgerichtet.

„Auch die Holzkäufer aus Deutschland, Dänemark, Polen, Österreich oder der Schweiz und aktuell auch aus Estland wissen das vielfältige Angebot aus Schleswig-Holstein zu schätzen“, meinte Dr. Manfred Quer, Geschäftsführer der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur. 32 Bieter haben sich an der Auktion beteiligt.

Mit 3900 Festmetern Stammholz blieb das Angebot etwa 10 Prozent unter dem Vorjahresangebot. „Bedingt durch das nasse Winterwetter musste mancher Stamm im Wald bleiben“, erklärte Nasse. Auf dem Lagerplatz Daldorf erzielte eine Eiche aus der Försterei Haale der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten mit 96 cm Durchmesser das Höchstgebot mit 1379 Euro je Festmeter, sprich einem Kubikmeter Holz.

Der Stamm mit dem höchsten Gesamterlös war eine Eiche der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur aus der Herzoglich Oldenburgischen Forstverwaltung Lensahn. Mit 4,9 Festmeter und einem Preis von 1265 Euro pro Festmeter erzielte dieser herausragende Stamm einen Gesamterlös von 6199 Euro. Käufer ist ein Furnierhandel aus Hamburg.

Über das Daldorfer Spezialitätenangebot freuten sich besonders Manfred Quer und Jan Zulys von der Holzagentur. Dieses Jahr waren in Daldorf eine Eibe für die Möbelproduktion und eine sogenannte Trüffelbuche zu bestaunen. Dabei handelte es sich um einen Furnierbuchenstamm, den die Holzagentur fünf Jahre lang eingelagert hat und in der sich eine Verpilzung entwickeln konnte, die für eine ganz besondere Färbung und Zeichnung des Stamms sorgt.

Wie in den Vorjahren stand die Eiche auf Platz 1 bei der Nachfrage. „Mit insgesamt 3000 Festmeter ist die Eiche der Trendbaum“, meinten Harald Nasse und Manfred Quer. Der Trend dürfte sich auch noch einige Jahre fortsetzen, erwarten die Holzfachleute.


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