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Offizieller Abschied : Holstenschul-Verein: Aus nach 107 Jahren

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Verein der ehemaligen Holstenschüler hat nach 107 Jahren seinen Abschied bekannt gegegeben. Das Vermögen stifteten die Mitglieder der Schule.

shz.de von
erstellt am 11.Okt.2014 | 10:00 Uhr

Neumünster | Der Verein „Unsere Ehemaligen – Verein der Holstenschule“ ist Geschichte. Am Donnerstag gaben die Mitglieder in der Schule offiziell ihren Abschied bekannt. „Wir hatten zwar noch 300 Mitglieder, aber meist ältere Semester, die nicht mehr aktiv am Vereinsleben teilnahmen. Und die jüngeren Leute zeigen kein Interesse mehr. So beschlossen wir die Auflösung“, sagte der letzte Vorsitzende Ulf Döhring. Kurios: Dazu musste erst noch die Satzung geändert werden, da sich die Gründer im Jahr 1907 eine Auflösung nicht vorstellen konnten und diese nicht verankerten.

Etwas wehmütig erinnerten sich die verbliebenen Mitglieder bei ihrer Zusammenkunft in der Schule an die Hochzeiten der Geselligkeit. „Der jährliche Tag der Holstenschule war ein Ereignis in der Stadt. Sämtliche Kneipen waren belegt, und für uns Ehemaligen war das ein Pflichttermin“, sagte Ulf Döhring am Donnerstag in der Mensa der Schule. In den 60er-Jahren waren es mehr als 600 Mitglieder, die sich trafen.

Die Zusammenkunft mit Schuldirektor Arno Engelmann hatte neben der Bekanntgabe der offiziellen Auflösung noch einen weiteren Aspekt. Der Verein hatte sich entschieden, der Schule den größten Teil des Vereinsvermögens in Höhe von 10 000 Euro zur Verfügung zu stellen.

Engelmann konnte schon vorweisen, wofür das Geld Verwendung fand und findet. Eine digitale Vertretungstafel steht bereits in der Direktion, in der Mensa und im Oberstufenzentrum (ehemalige Storm-Schule).„Dort können die Schüler wie auf Flughafenterminals die Vertretungen der nächsten Tage ablesen“, so Engelmann. Die Tafeln kosteten 7500 Euro. Ferner wird in Spielgeräte investiert, um den nicht gerade ansehnlichen Altastphalt auf dem Schulhof zurückzudrängen. Eine Reserve von 2000 Euro bleibt übrig. „Für alle Fälle“, so der Schuldirektor.

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