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Ausstellung : Holstenhallengelände wurde zur Rennstrecke

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bei der Ausstellung „Move & meet“ wurden Fahrzeuge mit alternativem Antrieb getestet.

Neumünster | Auf der langen Geraden wurde Gas gegeben, aber lautlos. Bei Norddeutschlands größter Ausstellung umweltfreundlicher Fahrzeuge konnten zahlreiche Modelle mit Gas- oder Elektroantrieb Probe gefahren werden – Motorenknattern Fehlanzeige.

Die Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) hatte gemeinsam mit den Stadtwerken, den Hallenbetrieben, dem Verband des Kfz-Gewerbes und dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z) eine Tagung zum Thema organisiert (mehr dazu auf der Wirtschaftsseite). Während sich Experten aus dem ganzen Bundesgebiet über Mobilitätskonzepte, Antriebe und Kraftstoffe austauschten, konnten auf dem Gelände der Holstenhallen interessierte Besucher Autos, Segways, E-Bikes und Pedelecs testen.

Das Fazit war positiv. Ursula Röhl kam extra aus Elmshorn zur Ausstellung. Sie fährt bereits ein E-Auto und meint: „Man muss zwar aufgrund der begrenzten Reichweite das Aufladen genau planen, aber der Fahrspaß ist einfach riesig.“ Auch Holger Burmeister war angetan: „Erstmal ist es ein komisches Gefühl, wenn man den Schlüssel im Zündschloss dreht und es passiert einfach nichts. Ich habe erst auf der Anzeige gesehen, dass der Motor schon läuft.“

Tagungsteilnehmer konnten außerdem eine Probefahrt mit dem vollelektrischen Eurabus machen. Hans-Jürgen Lamla von der Kreisverkehrsgesellschaft Pinneberg will ihn ab Ende Juni im Linienverkehr einsetzen. Der 450 000 Euro teure Bus ist in deutsch-chinesischer Kooperation entstanden. Jeder sei für das verantwortlich gewesen, was er gut könne, so Lamla. Die Deutschen konstruieren beispielsweise Achse und Servolenkung, die Chinesen die hocheffizienten Batterien aus Lithiumeisenphosphat. Sie sind dafür verantwortlich, dass der Bus 250 Kilometer am Stück fahren kann. Dann muss er fünf Stunden aufladen. Pro Kilometer verbraucht der Bus eine Kilowattstunde. „China produziert bereits 400 000 Elektrobusse im Jahr“, sagte Lamla. Im deutschen Linienverkehr seien Elektrobusse aber noch sehr selten. Die Kosten seien im Vergleich zu einem Bus mit Diesel-Antrieb doppelt so hoch. Bei hoher Auslastung könne sich die Investition aber lohnen.

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erstellt am 09.Mai.2014 | 07:45 Uhr

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