Baufortschritt : Holstenhalle: 70 Prozent des Baus sind fertig

Sven Roszak (links) und Steffen Klein montieren die Verkleidung am Pufferspeicher der Kältetechnikanlage.
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Sven Roszak (links) und Steffen Klein montieren die Verkleidung am Pufferspeicher der Kältetechnikanlage.

Estrich im Foyer musste wegen eines Planungsfehlers wieder herausgerissen werden / Umbau liegt dennoch im Kostenplan / Tribüne soll zum Schleswig-Holstein Musik-Festival fertig sein

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27. Juni 2014, 06:00 Uhr

Die Umbau- und Modernisierungsarbeiten in den Holstenhallen schreiten voran und liegen trotz einer Planungspanne weiter im Kostenplan. So musste der Estrich mit der Fußbodenheizung im neuen Eingangsforum wieder herausgebrochen werden.

Nach der Verlegung zeigten sich starke Risse im Untergrund. „An einigen Stellen war der Estrich richtig zerbröselt. Das war ein Berechnungsfehler bei der Planung. Die Lasten wurden falsch berechnet“, sagt Hallen-Chef Dirk Iwersen. Den Hallenbetrieben entstehen keine Kosten durch das Malheur, da die Versicherung des Planers den Schaden trägt.

Inzwischen ist der schadhafte Estrich durch sogenannten Stahlfaserbeton ersetzt worden. Der Fußboden ist durch Holzplatten abgedeckt und muss jetzt langsam austrocknen, sonst könnten erneut Risse auftreten. Der Bodenbelag aus Naturstein, der auf der Empore schon verlegt ist, kann im Foyer daher erst im Dezember aufgebracht werden. Das ist aber die einzige Verzögerung. Sonst läuft auf der Großbaustelle Holstenhalle alles nach Plan.

In der großen Halle 1 sind die alten Tribünen mit den orangefarbenen Plastikschalen inzwischen abgerissen und verschrottet worden. Teile der alten Tribüne haben dankbare Abnehmer und eine neue Verwendung bei den drei Sportvereinen SV Tungendorf, Polizei-SV und VfR gefunden.

Das Stahlgerüst für die neuen ausziehbaren Tribünenelemente steht schon. „Wir sind gerade dabei, die Bodenbelege aus Linoleum zu legen“, sagt Iwersen. Die neuen Klappsitze aus Buchenholz und Aluminium sollen dann in etwa zwei Wochen montiert werden. Die Sitzplatzkapazität wird durch das neue Gestühl deutlich auf bis zu 3000 Plätze steigen. Erstmals Platz nehmen können die Besucher bei der West Side Story im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik-Festivals am 15. August.

An der Südseite der Halle 1 wird parallel eine neue, deutlich größere Toiletten-Anlage gebaut. „Das bringt uns eine Vervierfachung der Kapazität“, sagt Iwersen. Auch im Eingangsfoyer wird fleißig gewerkelt. Arbeiter bauen hier eine Akustikdecke ein und schaffen einen neuen Durchgang vom Forum zur Halle 5. Der Fernwärmeanschluss von den Stadtwerken liegt schon. Auf dem Außengelände vor der Halle laufen die letzten Pflasterarbeiten.

Auch die neue Technikzentrale ist fast fertig. Hier sind der Übergabepunkt für die Heizung, die Lüftungs- und Kühlungsanlage untergebracht. Sie sollen im Juli in Betrieb genommen werden. „Die Steuerungs- und Regeltechnik muss aber erst noch eingefahren und justiert werden. Das dauert etwa sechs Wochen“, sagt Iwersen.

Der Hallen-Chef ist mit dem Baufortschritt zufrieden. Bis auf den Fußboden im Eingangsforum sind alle Arbeiten im Zeitplan. „Mehr als 70 Prozent der Baumaßnahmen sind fertig“, so Iwersen. Ziel sei es, bis zum Start der Nordbau am 10. September 85 Prozent des Umbaus abgeschlossen zu haben. Dirk Iwersen: „Die Nordbau wird nicht mehr auf einer Baustelle stattfinden.“

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