Baustellen-Führung : Holsten-Galerie: Teams arbeiten mit Hochdruck

Achtung, Hubbühnen haben Vorfahrt: Die Courierleser-Gruppe gab den emsigen Handwerkern den Weg frei.
Achtung, Hubbühnen haben Vorfahrt: Die Courierleser-Gruppe gab den emsigen Handwerkern den Weg frei.

Baustellenführung für Courier-Leser: Die heiße Phase ist in vollem Gange / Vier von 90 Shops sind bereits an die Mieter übergeben und werden jetzt eingerichtet / Eröffnung am 15. Oktober

shz.de von
24. Juli 2015, 06:00 Uhr

Neumünster | Kreissägen kreischten, es wurde gehämmert und gebohrt, überall lagen Kabel, Rollen, Bretter oder anderes Baumaterial: Mitten ins Geschehen ging es gestern für 14 Courier-Leser bei einer Führung über die Baustelle der Holsten-Galerie an der Fabrikstraße. „Wir arbeiten unter Hochdruck“, sagte Center-Manager Christian Langsdorff. Denn Eröffnungstermin ist am 15. Oktober, und der wird gehalten.

Start für die Führung war das Parkdeck. Mit Blick auf den welligen Untergrund erklärte Projektleiter Eberhardt Sturm launig: „Da war niemand betrunken beim Bauen, sondern so entstehen keine Pfützen, die im Winter zufrieren könnten.“ Wasserdicht muss auch das Dach sein – „erst kommt eine Abschichtung, dann Dämmplatten, Gummikreise und obendrauf Fahrbahnplatten“, zeigte Sturm auf eine Stelle mit den Schichten.

Dann ging es hinunter: Auf drei Geschossen herrscht hier eifriges Gewusel, die Gruppe schlängelte sich treppauf, treppab an fleißigen Handwerkern verschiedener Gewerke vorbei, immer ein freundlichen „Moin, moin“ als Gruß, auch wenn das nicht immer verstanden wurde. Deutlich war der enorme Baufortschritt zu erkennen: Fußböden sind schier, in einzelnen Shops ist schon „Feintuning“.

„Hier kann man entspannt sitzen und die Aussicht genießen“: Ein besonderer Ort der Holsten-Galerie wird die Gastronomie „Strandgut“ über zwei Etagen am Teich. Neun Anbieter werden hier diverses Kulinarisches servieren. „Das soll das Wohnzimmer von Neumünster werden, gemütlich, mit kostenlosem W-Lan, virtuellem Kinderspielplatz und Service-Tresen. Auch die Deko stimmen wir maritim ab“, sagte Langsdorff. Am Zob-Ende der Galerie werkelten im zukünftigen Sky-Markt Fremdfirmen: „Sky war der erste von vier Bereichen, die wir bereits an den Mieter übergeben haben. Die erledigen ihre Einbauten selbst“, so Sturm. Das etwa 35-köpfige Planungsteam müsse flexibel reagieren, sagte der Projektleiter und gab ein Beispiel: Ein Mieter buchte zwei Etagen – nachdem die Decke schon zu war. „Wir haben die Decke aufgefräst, sie verstärkt, Rolltreppe und Fahrstuhl eingebaut. Allein die Umbaukosten betragen 280 000 Euro“, sagte Sturm.

Davor hatte Langsdorff im ECE-Büro einen Vortrag mit Hintergrund-Infos gehalten und geschildert, wie die Entscheidung für ein Shopping-Center fällt – durch Analyse der Einwohnerstruktur, des Einzugsgebietes und der Kaufkraft.

„Super interessant. Die Größe kann man erst erkennen, wenn man durchgeht“, so Elke Broscheit (72) aus Gadeland, die viel Neues erfahren hatte. Sie war sicher: „Das wird viele Neumünsteraner anziehen, auch wenn man viele zweifeln hört.“ Textilkünstlerin Christine Wetzel (71) war beeindruckt: „Wie die Gewerke zusammenarbeiten an den verschiedenen Ecken, das ist spannend.“

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