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Kaffee-Handel : Holstein-Kaffee träumt von der „gläsernen Rösterei“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Traditionsunternehmen würde gerne mit einer Schauproduktion in die Innenstadt ziehen. Oberbürgermeister interessiert sich für fair gehandelte Bohnen

von
erstellt am 11.Jan.2016 | 19:58 Uhr

Neumünster | Es könnte zu einer Attraktion für die ganze Innenstadt werden: Neumünsters einzige Kaffee-Rösterei Johannes Suhren (Holstein-Kaffee) sucht nach einem geeigneten Standort, um in der Innenstadt eine „gläserne Rösterei“ aufzubauen. Das Geschäft habe sich in den vergangen Jahren stabilisiert. „Wir würden gerne investieren“, sagte die Juniorchefin Svenja Thomas gestern bei einem Besuch von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras im Traditionsunternehmen an der Kieler Straße.

Der Besuch kam nicht von ungefähr: In dem Bemühen, den fairen Handel anzukurbeln, der die Produzenten in Entwicklungsländern unmittelbar unterstützen soll, sucht derzeit auch das Rathaus nach neuen Partnern. Per Zufall kamen Svenja Thomas und Tauras dabei auf einer Messe ins Gespräch – und ins Geschäft. Der im Rathaus servierte Kaffee soll künftig aus den fair importierten Bohnen an der Kieler Straße geröstet werden. Auch die Rathauskantine hatte unlängst auf das Produkt von Holstein-Kaffee umgestellt. Die Firma bezieht den fairen Kaffee über einen Hamburger Importeur, der damit die Familien einer Hazienda in Honduras unterstützt. Der faire Kaffee ist lizensiert, sei am Umsatz von Holstein-Kaffee bisher aber leider erst mit 15 Prozent beteiligt, bedauert Svenja Thomas.

Sie und ihr Vater, Röstmeister Ronald Röse, der sich 1982 auf das Lebenswerk seines Schwiegervaters Johannes Suhren besann und die Rösterei wieder aufleben ließ, wollen sich jedoch nicht allein auf den fair gehandelten Kaffee konzentrieren. Sie möchten dem 1931 gegründeten Familienunternehmen mit einer Schaurösterei mit angeschlossenem Café ein neues Standbein verleihen, auf dem das Unternehmen weiter wachsen kann.

Derzeit werden im Unternehmen an der Kieler Straße monatlich etwa zwei Tonnen ausgesuchte Arabica-Sorten geröstet. Holstein-Kaffee vertreibt seine Produkte vor allem an Großkunden und Kantinen, verkauft aber auch über ausgesuchte Lebensmittelhändler an den privaten Endabnehmer.

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