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Trappenkamp : Hoffnung für den DRK-Ortsverein

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Ortsverband bekommt vielleicht doch wieder einen Vorstand.

Trappenkamp | Möglicherweise gibt es noch eine Rettung für den Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Trappenkamp. „Der Funke der Hoffnung ist ein klein wenig gewachsen“, sagte Manfred Künkel, zurzeit kommissarischer Leiter des Vereins, dem Courier. Noch ist nichts spruchreif und entschieden schon gar nicht, aber Künkel verriet: „Es gibt jemanden, der Interesse an dem Vorsitz geäußert hat. Ich traue es ihm fachlich zu, aber derjenige will sich das noch gründlich durch den Kopf gehen lassen.“

Das Problem des 130 Mitglieder starken Ortsvereins: Es gibt keinen Vorstand mehr. „Am 21. Oktober wird es eine Mitgliederversammlung geben, bildet sich dann kein neuer Vorstand, wird der Verein aufgelöst“, erklärte Manfred Künkel. Er selbst will den Vorsitz nicht übernehmen, seinen Posten als Stellvertreter hat er nach 14 Jahren ehrenamtlicher Arbeit niedergelegt. „Ich werde im kommenden Jahr 80 Jahre alt, am 21. Oktober ist für mich definitiv Schluss“, sagte der Trappenkamper. Mit ihm wird seine Ehefrau Erika Künkel als Kassenwartin aufhören.

Bei der Mitgliederversammlung im April ist der erste Vorsitzende, Uwe Christ, nach 15 Jahren aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Lediglich Gerlinde Schneider und Karin Dzaack seien als Beisitzerinnen noch dabei, aber nur für den Bereich des Blutspendens, wie Künkel betonte. „Neben Rolf Messer (60) hat sich noch ein Herr bereit erklärt, im Vorstand tätig zu sein, allerdings nicht als Vorsitzender“, so Künkel weiter.

„Das Problem ist der fehlende Nachwuchs. Viele haben heutzutage keine Zeit mehr für ehrenamtliche Vereinsarbeit. Es täte mir sehr leid für die Mitglieder, wenn der Verein aufgelöst wird“, sagte Künkel, der sich über 40 Jahre ehrenamtlich für Trappenkamp engagiert hat. Damit im schlimmsten Falle die drei Säulen der DRK-Ortsarbeit in der 5000-Seelen-Gemeinde nicht wegbrechen, hat der Pensionär einen Plan B parat: „Die drei Sparten würden bestehen bleiben.“ Demnach übernähme die Blutspendezentrale in Lütjensee die regelmäßigen Blutspenden. Das Frühstückscafé, das jeden Dienstag von 9 bis 10.30 Uhr rund 60 Besucher ins Bürgerhaus lockt, könnte unter der Federführung der Kirche weiter gehen, und die Kleiderkammer liefe in der Hand der Gemeinde weiter. „Die Gemeinde hat mündlich die Übernahme zugesagt“, so Künkel. 98 Prozent der Kunden in der Kleiderkammer sind Syrer.

Ob der bisher einzige Kandidat, der namentlich nicht genannt werden möchte, bereit wäre, den Vorsitz des DRK-Ortsvereins zu übernehmen, teile er Manfred Künkel nach den Sommerferien mit, so der kommissarische Leiter.

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