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Ehndorf : Hochmoor: Sind die Autos wirklich zu schnell?

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gestern wurde eine Tempo-Anzeigetafel im Ehndorfer Ortsteil aufgestellt, weil die Anwohner beklagen, dass gerast wird. Zwei Wochen bleibt das Gerät stehen und speichert die Daten.

Kaum hatten die Ehndorfer Gemeindevertreter zugestimmt, da stand das Geschwindigkeits-Sehgerätes auch schon. Bereits zwölf Stunden nach der Gemeindevertretersitzung im Bürgerhaus wurde die Anzeigetafel gestern direkt neben einer Bushaltestelle montiert.

Die Anwohner im Ortsteil Hochmoor hatten sich die Tempo-Anzeigetafel gewünscht. Dort ist im Bereich einiger Wohnhäuser die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 60 Stundenkilometer begrenzt. Nach Aussage der Anlieger sollen sich aber vor allem Berufspendler aus Richtung Arpsdorf nicht an die Begrenzung halten. Das dem Anliegen so schnell entsprochen werden konnte, verdankt Bürgermeister Hauke Göttsch (CDU) allerdings einem Zufall. Denn vor wenigen Tagen setzte sich Marcus Grot von der Schleswig-Holstein-Netz AG mit Hauke Göttsch in Verbindung. „Weil nach der Kommunalwahl zahlreiche neue Bürgermeister im Kreis Rendsburg-Eckernförde gewählt wurden, bieten wir die Aufstellung der begehrten Geräte leihweise an. Das gehört zu unserem Service“, erklärte der Kommunalbetreuer. Das Sehgerät wird den Ehndorfern für 14 Tage kostenlos zur Verfügung gestellt. Es speichert die gefahrenen Geschwindigkeiten, so dass nach dem Zeitraum genau konstatiert werden kann, ob wirklich die Mehrzahl der Autofahrer schneller als erlaubt durch den Ortsteil rast. „Sollte das der Fall sein, haben wir jedenfalls etwas in der Hand, um die Polizei davon zu überzeugen, eine Geschwindigkeitskontrolle mit Bußgeldbescheiden vorzunehmen“, meinte Göttsch.

Einvernehmlich fiel auf der Sitzung der Beschluss, noch vor dem Winter Schäden an Spur- und Fahrbahnen zu beseitigen, damit für erforderliche Sanierungsarbeiten mit Beginn des neuen Jahres die Gemeindekasse nicht noch stärker belastet wird.

Nach einer Begehung mit Experten kam Göttsch zu dem Ergebnis, dass die Fahrbahn im Bereich des Hubertushofes erneuert werden muss. Die Kosten belaufen sich auf rund 6000 Euro. Bereits in der kommenden Woche sollen die Straßenbauer anrücken. Sechs schadhafte Stellen an verschiedenen Spurbahnen müssen ebenfalls noch in den Herbsttagen mit einem Kostenaufwand von 11 000 Euro beseitigt werden.

Etwa 70 000 Euro müssen die Ehndorfer für die geplante Renovierung ihres Bürgerhaus einrechnen. Der Finanzausschuss erstellt eine Mängelliste.



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erstellt am 21.Sep.2013 | 14:22 Uhr

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